WhatsApp (gesprochen „Wotts-äpp“) ist ab Werk recht offen eingestellt. Jeder, der Ihre Nummer kennt, sieht Ihr Profilbild, darf Sie in Gruppen aufnehmen und Sie anrufen. Mit wenigen Handgriffen machen Sie Ihr Konto deutlich privater und sicherer. Diese Anleitung gilt für Android-Handys und für das iPhone. Wo sich die Wege unterscheiden, steht es dabei.
Was Sie brauchen
- Ihr Handy mit eingerichtetem WhatsApp.
- Eine E-Mail-Adresse, auf die Sie Zugriff haben.
- Ihr Passwortheft und einen Stift.
- Etwa 15 Minuten Ruhe.
Schritt für Schritt
Den Bereich „Datenschutz“ öffnen
- Android: Tippen Sie im Bereich „Chats“ oben rechts auf die drei Punkte (Weitere Optionen), dann auf „Einstellungen“ und „Datenschutz“.
- iPhone: Tippen Sie unten rechts auf „Einstellungen“. In neueren Versionen heißt dieser Bereich „Du“ oder zeigt Ihr kleines Profilbild. Tippen Sie dann auf „Datenschutz“.
Bei den meisten Punkten haben Sie vier Möglichkeiten: „Alle“, „Meine Kontakte“, „Meine Kontakte außer …“ und „Niemand“. Meine Kontakte bedeutet: nur Menschen, deren Nummer im Telefonbuch Ihres Handys gespeichert ist.
Wer was von Ihnen sieht
- Tippen Sie auf „Zuletzt online“ (je nach Gerät „Zuletzt online/Online“). Das ist die Anzeige, wann Sie WhatsApp zuletzt geöffnet hatten. Wählen Sie „Meine Kontakte“ oder „Niemand“. Gut zu wissen: Wer seinen Zeitpunkt nicht zeigt, sieht ihn auch bei anderen nicht.
- Tippen Sie auf „Profilbild“ und wählen Sie „Meine Kontakte“. Ihr Foto sehen dann keine Fremden mehr.
- Tippen Sie auf „Info“ und wählen Sie „Meine Kontakte“. Die Info ist ein kurzer Satz unter Ihrem Namen, etwa „Bin im Urlaub“.
- Tippen Sie auf „Gruppen“ und wählen Sie „Meine Kontakte“. Fremde können Sie dann nicht mehr einfach in eine Gruppe stecken. Sie dürfen Ihnen nur eine Einladung schicken, die Sie annehmen oder verfallen lassen. Tippen Sie auf „Fertig“, falls der Knopf erscheint.
- Tippen Sie auf „Lesebestätigungen“. Das sind die blauen Häkchen, die dem Absender zeigen, dass Sie seine Nachricht gelesen haben. Schalten Sie sie aus, wenn Sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen möchten, sofort zu antworten. Dann sehen Sie die blauen Häkchen allerdings auch bei anderen nicht. In Gruppen bleiben sie immer an.
- Tippen Sie auf „Anrufe“ und schalten Sie „Anrufe von Unbekannt stummschalten“ ein. Fremde Nummern lassen Ihr Handy dann nicht mehr klingeln. Die Anrufe stehen trotzdem in Ihrer Anrufliste, und Sie können zurückrufen, wenn Sie möchten.
Wer lieber geführt wird, findet unter „Datenschutz“ den „Privatsphäre-Check“. Er führt Sie Schritt für Schritt durch dieselben Punkte.
Ein zusätzliches Passwort einrichten
Die Verifizierung in zwei Schritten ist ein zweites Schloss für Ihr Konto. Will sich jemand mit Ihrer Nummer auf einem anderen Handy anmelden, fragt WhatsApp nach dem SMS-Code zusätzlich nach Ihrem Passwort. Früher war das eine sechsstellige PIN, inzwischen ersetzt WhatsApp sie durch ein Passwort.
- Gehen Sie zurück in die Einstellungen und tippen Sie auf „Konto“ und „Verifizierung in zwei Schritten“.
- Schalten Sie „Verifizierung in zwei Schritten aktivieren“ ein.
- Denken Sie sich ein Passwort aus: mindestens 8 Zeichen, darunter mindestens ein Buchstabe und eine Zahl. Geben Sie es zweimal ein und schreiben Sie es sofort in Ihr Passwortheft.
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an und tippen Sie auf „Weiter“. Über diese Adresse kommen Sie wieder in Ihr Konto, falls Sie das Passwort vergessen.
- Zum Schluss fragt WhatsApp, ob es diesem Handy vertrauen soll. Bei Ihrem eigenen Handy tippen Sie auf „Diesem Gerät vertrauen“, sonst auf „Überspringen“.
Haben Sie früher schon eine sechsstellige PIN eingerichtet, finden Sie unter „Konto“ den Punkt „Passwort“. Dort steigen Sie auf ein Passwort um.
Wenn es hakt
Sie sehen bei anderen nicht mehr, wann sie online waren. Das ist so gewollt: Wer „Zuletzt online“ verbirgt, sieht diese Angabe auch bei anderen nicht.
Die blauen Häkchen fehlen bei Ihren Nachrichten. Sie haben die Lesebestätigungen ausgeschaltet, oder Ihr Gegenüber hat es getan. Beides wirkt in beide Richtungen.
Sie landen trotzdem in einer unerwünschten Gruppe. Die Einstellung verhindert nur das direkte Hinzufügen. Über einen Einladungslink treten Sie nur bei, wenn Sie selbst darauf tippen. Ist es schon passiert, verlassen Sie die Gruppe und blockieren Sie die Person, die Sie hinzugefügt hat.
Die Verifizierung in zwei Schritten lässt sich nicht einschalten. Nach einer Neueinrichtung von WhatsApp müssen Sie unter Umständen einige Stunden warten. Versuchen Sie es später noch einmal.
Sie haben das Passwort vergessen. Fragt WhatsApp danach, tippen Sie auf „Auf andere Weise verifizieren“ und lassen Sie sich einen Code per E-Mail, SMS oder Sprachanruf schicken. Solange Sie angemeldet sind, können Sie unter „Konto“, „Passwort“ und „Passwort ändern“ ein neues festlegen, ohne das alte zu kennen.
Bevor Sie fertig sind
- Steht das Passwort der Verifizierung in zwei Schritten im Passwortheft?
- Ist Ihre E-Mail-Adresse hinterlegt? Prüfen Sie es in den Einstellungen unter „Konto“ und „E-Mail-Adresse“.
- Ihre Telefonnummer können Sie nicht verstecken: Alle, denen Sie schreiben, und alle Mitglieder Ihrer Gruppen sehen sie. Bedenken Sie das, bevor Sie großen Gruppen beitreten. Eine Ausnahme kommt gerade: WhatsApp führt nach und nach Benutzernamen ein, zum Beispiel @name123. Wer Ihre Nummer nicht gespeichert hat, sieht dann statt der Nummer diesen Namen. Das ist freiwillig.
- Schalten Sie die Verifizierung in zwei Schritten nicht wieder aus. Sie schützt Sie vor einer verbreiteten Masche, der Übernahme Ihres Kontos.
Achtung: Geben Sie weder den sechsstelligen Code aus der SMS noch Ihr WhatsApp-Passwort an andere weiter, auch nicht an angebliche Freunde in Not oder an Personen, die sich als WhatsApp-Mitarbeiter ausgeben. Mit beidem zusammen kann ein Betrüger Ihr Konto übernehmen und in Ihrem Namen um Geld bitten. Wer Sie nach einem dieser Codes fragt, will Sie betrügen.