Anleitung — geprüft im Oktober 2026 — Dauer etwa 20 Minuten

Facebook oder Instagram gehackt: so holen Sie Ihr Konto zurück

Atmen Sie einmal durch. Ein gehacktes Konto lässt sich oft zurückholen, und es passiert jeden Tag vielen Menschen. „Gehackt“ heißt: Ein Fremder kennt Ihr Passwort und hat sich angemeldet. Facebook und Instagram gehören beide zur Firma Meta. Deshalb laufen die Wege zurück sehr ähnlich.

Das Dringendste zuerst: Kommen Sie noch hinein, ändern Sie sofort das Passwort und melden Sie fremde Geräte ab. Kommen Sie nicht mehr hinein, nutzen Sie die offizielle Seite von Meta für gehackte Konten.

Was Sie brauchen

Schritt für Schritt

Wenn Sie noch hineinkommen

  1. Öffnen Sie in Facebook oder Instagram die Kontenübersicht. Das ist die zentrale Einstellungsseite von Meta für Facebook und Instagram. Meta stellt gerade auf „Meta-Konten“ um. Bei manchen erscheinen deshalb stattdessen die Einstellungen des Meta-Kontos.
  2. Wählen Sie „Passwort und Sicherheit“ und ändern Sie dort Ihr Passwort. Nehmen Sie ein neues, das Sie nirgendwo sonst verwenden.
  3. Wählen Sie im selben Bereich „Hier bist du aktuell angemeldet“ und dann Ihr Konto. Sie sehen alle Geräte mit Datum, Ort und Gerätetyp.
  4. Wählen Sie „Geräte auswählen, um dich abzumelden“, dann „Alle auswählen“ und „Abmelden“. Bestätigen Sie noch einmal mit „Abmelden“. Der Täter ist sofort draußen.
  5. Prüfen Sie in den Kontoeinstellungen Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Entfernen Sie alles Fremde.
  6. Entfernen Sie in der Kontenübersicht verknüpfte Konten, die Sie nicht kennen. Nehmen Sie auch verdächtigen Apps anderer Firmen den Zugriff.

Wenn Sie nicht mehr hineinkommen

  1. Sehen Sie zuerst in Ihr E-Mail-Postfach. Hat der Täter Ihre Adresse geändert, schickt Meta eine Nachricht an die alte Adresse. Bei Instagram kommt sie von [email protected] und enthält „Mein Konto sichern“. Bei Facebook enthält sie einen Link, um die Änderung rückgängig zu machen. Prüfen Sie aber genau, ob die Mail echt ist.
  2. Öffnen Sie auf einem Gerät, mit dem Sie sich früher angemeldet haben, im Browser (dem Programm für Internetseiten) die Seite facebook.com/hacked oder instagram.com/hacked. Tippen Sie die Adresse selbst ein. Folgen Sie den Anweisungen.
  3. Bei Instagram können Sie auch auf dem Anmeldebildschirm „Passwort vergessen?“ wählen. Geben Sie Benutzernamen, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ein und tippen Sie auf „Anmeldelink senden“. Lösen Sie die Sicherheitsabfrage und tippen Sie auf „Weiter“. Öffnen Sie den Link aus der Mail oder SMS.
  4. Erreichen Sie bei Facebook weder die hinterlegte Adresse noch die Nummer, rufen Sie auf dem gewohnten Gerät facebook.com/login/identify auf. Geben Sie eine Adresse, Nummer oder Ihren Namen ein. Wählen Sie dann „Du hast auf keine der Optionen mehr Zugriff?“. Fehlt dieser Punkt, steht dort vielleicht „Passwort vergessen?“ oder „Wiederherstellen“.
  5. Meta bittet Sie womöglich um neue Kontaktdaten. Sie dürfen noch nie für Ihr Facebook-Konto benutzt worden sein. Danach bestätigen Sie, dass das Konto Ihnen gehört.
  6. Bei Instagram kann Meta ein Video-Selfie verlangen: ein kurzes Video Ihres Gesichts, bei dem Sie den Kopf in verschiedene Richtungen drehen. So prüft Meta, ob Sie die Person auf Ihren Fotos sind. Das Video wird nie öffentlich gezeigt und nach 30 Tagen gelöscht.
  7. Sind Sie wieder drin, gehen Sie die Schritte aus dem ersten Teil durch.

Wenn es hakt

Ihre Zwei-Faktor-Anmeldung funktioniert plötzlich nicht mehr. Gemeint ist der zweite Nachweis neben dem Passwort, etwa ein Code aufs Handy. Klappt das nicht mehr, hat der Täter die Einstellung vermutlich geändert. Nutzen Sie facebook.com/hacked oder instagram.com/hacked auf Ihrem gewohnten Gerät.

Sie haben keine Fotos von sich im Instagram-Konto. Dann fragt Meta per Mail meist nach der E-Mail-Adresse oder Nummer, mit der Sie sich angemeldet haben, und nach dem Gerät, das Sie damals benutzt haben, etwa iPhone oder Android-Handy.

Das Video-Selfie wird nicht anerkannt. Sie dürfen ein neues Video schicken. Meta prüft dann erneut.

Sie suchen eine Telefonnummer oder einen Ansprechpartner. Meta bietet in den Apps und im Hilfebereich einen Support-Assistenten zum Chatten an. Diese Chats starten immer Sie selbst. Schreibt Sie jemand von sich aus per Chat oder Direktnachricht als „Meta-Support“ an, ist das Betrug.

Bevor Sie fertig sind

Achtung: Unter Beiträgen über gehackte Konten tauchen oft Kommentare auf wie „Mir hat dieser Experte geholfen, schreiben Sie ihm“. Solche „Helfer“ verlangen Geld, Passwörter oder Codes und verschwinden dann. Das sind Betrüger. Der offizielle Weg führt nur über die Hilfeseiten von Meta. Antworten Sie nicht und geben Sie niemandem Ihre Zugangsdaten.

Zum Nachlesen beim Anbieter

Alle Angaben ohne Gewähr. Wir prüfen die Inhalte sorgfältig, aber Abläufe, Preise, Gesetze und Bildschirme ändern sich. Bevor Sie etwas Wichtiges entscheiden — etwa bei Geld, Verträgen, Gesundheit oder Behörden —, informieren Sie sich bitte unbedingt selbst direkt beim Anbieter oder bei der zuständigen Stelle.