Anleitung — geprüft im Oktober 2026 — Dauer etwa 20 Minuten

Google-Konto gehackt: so holen Sie es zurück

Atmen Sie einmal durch. Ein gehacktes Konto lässt sich oft zurückholen, und es passiert jeden Tag vielen Menschen. Das Google-Konto ist Ihr Zugang zu Gmail, YouTube und zu Ihrem Android-Handy. „Gehackt“ heißt: Ein Fremder kennt Ihr Passwort und hat sich angemeldet.

Das Dringendste zuerst: Kommen Sie noch hinein, ändern Sie sofort das Passwort. Kommen Sie nicht mehr hinein, nutzen Sie die Kontowiederherstellung von Google. Beides steht unten.

Was Sie brauchen

Schritt für Schritt

Wenn Sie noch hineinkommen

  1. Öffnen Sie Ihr Google-Konto, zum Beispiel über Ihr Profilbild oben rechts in Gmail.
  2. Wählen Sie „Sicherheit & Anmeldung“.
  3. Tippen Sie unter „So melden Sie sich in Google an“ auf „Passwort“. Geben Sie zweimal ein neues Passwort ein, das Sie nirgendwo sonst verwenden, und wählen Sie „Passwort ändern“. Google meldet Sie danach auf fast allen Geräten ab, auch den Eindringling.
  4. Prüfen Sie im selben Bereich die „Telefonnummer zur Kontowiederherstellung“ und die „E-Mail-Adresse zur Kontowiederherstellung“. Steht dort etwas Fremdes, ändern Sie es über das Stift-Symbol oder löschen Sie es über den Papierkorb.
  5. Wählen Sie unter „Kürzlich aufgetretene Vorkommnisse“ die Option „Vorkommnisse prüfen“. Bei allem, was nicht von Ihnen stammt, tippen Sie auf „Nein, das war ich nicht“ und folgen den Anweisungen.
  6. Öffnen Sie unter „Meine Geräte“ die Liste aller Geräte. Tippen Sie auf jedes Gerät, das Sie nicht kennen, und dann auf „Abmelden“.
  7. Sehen Sie in den Einstellungen von Gmail nach Weiterleitungen und Filtern. Eine Weiterleitung schickt heimlich eine Kopie Ihrer Mails an eine fremde Adresse. Entfernen Sie alles, was Sie nicht selbst eingerichtet haben.

Wenn Sie nicht mehr hineinkommen

Das gilt auch, wenn der Täter Ihr Passwort oder Ihre Telefonnummer zur Kontowiederherstellung geändert hat.

  1. Öffnen Sie die Anmeldeseite von Google, geben Sie Ihre Adresse ein (meist Ihre Gmail-Adresse) und wählen Sie „Passwort vergessen?“. Sie landen auf der Seite zur Kontowiederherstellung.
  2. Beantworten Sie die Fragen so gut wie möglich. Fragt Google nach einem Passwort, geben Sie das letzte ein, an das Sie sich erinnern. Je neuer, desto besser. Achten Sie auf Groß- und Kleinschreibung.
  3. Soll ein Code an eine Adresse oder Nummer gehen, die Sie nicht mehr erreichen, wählen Sie „Andere Option wählen“.
  4. Raten ist erlaubt. Eine falsche Antwort beendet den Vorgang nicht, und Sie dürfen es mehrmals versuchen.
  5. Erkennt Google Sie, legen Sie ein neues Passwort fest. Gehen Sie danach die Schritte 4 bis 7 aus dem ersten Teil durch.

Bemerkt Google etwas Ungewöhnliches, hält es die Wiederherstellung einige Stunden bis mehrere Tage zurück. Das ist ein Schutz: Der echte Besitzer soll Zeit haben, einen fremden Antrag abzulehnen.

Wenn es hakt

Die Meldung lautet „Google konnte nicht bestätigen, dass dieses Konto Ihnen gehört“. Versuchen Sie es noch einmal, möglichst zu Hause mit Ihrem gewohnten Gerät. Beantworten Sie dabei alle Fragen.

Sie warten auf eine Antwort von Google. Sehen Sie im Spam-Ordner Ihrer Ersatz-Adresse nach. Die Mail trägt den Betreff „Ihre Google-Supportanfrage“.

Die Wiederherstellung verzögert sich. Sind Sie noch auf einem anderen Gerät angemeldet, zum Beispiel auf Ihrem Android-Handy, starten Sie die Wiederherstellung von dort. Das kann sie beschleunigen.

Sie suchen eine Telefonnummer von Google. Google bespricht Anmeldeprobleme aus Sicherheitsgründen nicht am Telefon. Ruft Sie jemand an und gibt sich als Google aus, legen Sie auf.

Es klappt gar nicht. Google bietet ein Hilfeforum an, in dem Sie Ihre Frage stellen können. Als letzter Ausweg bleibt ein neues Google-Konto. Teilen Sie die neue Adresse dann Ihren Kontakten mit.

Bevor Sie fertig sind

Achtung: Google arbeitet nicht mit Diensten zusammen, die angeblich bei Kontoproblemen helfen, und fragt nie per Mail, Nachricht oder Anruf nach Ihrem Passwort oder Bestätigungscode. Bieten Ihnen „Helfer“ in Kommentaren, Foren oder sozialen Netzwerken an, Ihr Konto gegen Geld oder Zugangsdaten zurückzuholen, antworten Sie nicht. Das sind Betrüger.

Zum Nachlesen beim Anbieter

Alle Angaben ohne Gewähr. Wir prüfen die Inhalte sorgfältig, aber Abläufe, Preise, Gesetze und Bildschirme ändern sich. Bevor Sie etwas Wichtiges entscheiden — etwa bei Geld, Verträgen, Gesundheit oder Behörden —, informieren Sie sich bitte unbedingt selbst direkt beim Anbieter oder bei der zuständigen Stelle.