Nicht jede Seite meint es gut
Sie wissen jetzt, wie man Programme installiert. In dieser Lektion geht es um eine wichtige Fähigkeit: erkennen, wann Sie es besser lassen. Denn neben den offiziellen Quellen gibt es Seiten, die Programme mit unerwünschten Beigaben verteilen oder Sie täuschen wollen.
Die gute Nachricht: Betrüger nutzen immer wieder dieselben Tricks. Wer sie einmal kennt, erkennt sie schnell.
Der Grundsatz: Herkunft prüfen, bevor Sie vertrauen
Im Alltag machen Sie das längst. Ein Medikament kaufen Sie in der Apotheke, nicht am Bahnhofskiosk aus dem Karton. Genauso gilt am Computer: Bevor Sie etwas herunterladen, fragen Sie sich kurz: Wer bietet mir das hier eigentlich an?
Prüfen Sie dazu die Adresse der Seite. Die Adresse steht in der Zeile ganz oben im Browser. Die offizielle Seite eines Herstellers erkennen Sie oft am Firmennamen in der Adresse, zum Beispiel mozilla.org für Firefox. Vorsicht bei Adressen mit seltsamen Zusätzen wie firefox-gratis-schnell-laden. Im Zweifel suchen Sie den Herstellernamen zusammen mit dem Wort offizielle Seite in einer Suchmaschine.
Fünf Warnzeichen für unseriöse Seiten
- Viele Download-Knöpfe: Auf der Seite blinken mehrere große Knöpfe mit Download. Meist ist nur einer echt, die anderen sind Werbung, die Ihnen etwas anderes unterschiebt.
- Druck und Eile: Formulierungen wie Nur heute kostenlos oder Jetzt sofort laden sollen Sie zum schnellen Klicken drängen. Seriöse Anbieter drängen nicht.
- Schockmeldungen: Ein Fenster behauptet, Ihr Computer sei infiziert oder zu langsam. Das ist ein Trick. Eine Internetseite kann Ihren Computer nicht untersuchen. Schließen Sie das Fenster einfach.
- Kostenlos, was sonst Geld kostet: Wird ein teures Programm plötzlich gratis angeboten, stimmt etwas nicht. Oft steckt ein Schadprogramm dahinter, also ein Programm, das heimlich Schaden anrichtet.
- Schlechtes Deutsch und fehlendes Impressum: Holprige Sätze und eine Seite ohne Anbieterangaben sind Warnzeichen. Das Impressum ist der Pflichtabschnitt, der sagt, wer die Seite betreibt.
Merksatz: Erst die Herkunft prüfen, dann vertrauen. Ein Moment des Zögerns ist keine Schwäche, sondern kluge Vorsicht.
Wenn Sie unsicher sind
Unsicher zu sein ist völlig normal, auch erfahrene Nutzer sind es manchmal. Dann gilt: im Zweifel nicht klicken. Schließen Sie die Seite. Es geht nichts verloren, und Sie können das Programm später aus einer sicheren Quelle holen, etwa aus dem Store oder von der Herstellerseite. Sie dürfen auch jederzeit jemanden fragen, dem Sie vertrauen. Das machen Profis genauso.
Und falls Sie doch einmal auf etwas Falsches geklickt haben: kein Grund zur Panik. Brechen Sie die Installation ab, schließen Sie den Browser. Was nicht fertig installiert wurde, kann meist auch keinen Schaden anrichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Prüfen Sie vor jedem Download die Herkunft: Wer betreibt die Seite?
- Warnzeichen sind viele Download-Knöpfe, Zeitdruck, Schockmeldungen und fehlendes Impressum.
- Meldungen wie Ihr Computer ist infiziert sind ein Betrugstrick. Einfach schließen.
- Im Zweifel nicht klicken. Sichere Quellen sind Store und Herstellerseite.
- Nachfragen ist erlaubt und klug.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Auf einer Download-Seite blinken mehrere große grüne Knöpfe mit der Aufschrift Download. Was bedeutet das oft?
Mehrere blinkende Download-Knöpfe sind meist Werbung oder Täuschung. Seriöse Seiten haben einen klaren, ruhigen Download-Bereich.
Frage 2 von 3: Was sollten Sie tun, bevor Sie einer Download-Seite vertrauen?
Erst die Herkunft prüfen, dann vertrauen. Schauen Sie auf die Adresse und darauf, ob es wirklich die Seite des Herstellers ist.
Frage 3 von 3: Eine Seite meldet plötzlich: Ihr Computer ist infiziert, laden Sie sofort dieses Programm. Was tun Sie?
Solche Schockmeldungen sind eine bekannte Betrugsmasche. Eine Internetseite kann Ihren Computer gar nicht prüfen. Einfach schließen.