Es gibt mehr als eine Suchmaschine
Für viele Menschen ist Suchen und „Googeln“ dasselbe geworden. Tatsächlich ist Google mit großem Abstand die meistgenutzte Suchmaschine. Aber sie ist nicht die einzige, und es lohnt sich zu wissen, welche Alternativen es gibt:
- Bing: die Suchmaschine von Microsoft. Sie ist in Windows und im Browser Edge oft voreingestellt.
- DuckDuckGo: eine Suchmaschine, die damit wirbt, ihre Nutzer nicht zu verfolgen, gesprochen „Dackdackgo“.
- Startpage: zeigt Google-Ergebnisse an, reicht aber keine persönlichen Daten an Google weiter.
- Ecosia: eine Suchmaschine aus Berlin, die ihre Werbeeinnahmen zum Pflanzen von Bäumen verwendet.
Alle sind kostenlos und funktionieren gleich: Stichwörter eintippen, Ergebnisliste lesen. Alles, was Sie in diesem Kurs gelernt haben, gilt überall.
Warum die Wahl relevant ist
Sie fragen sich vielleicht: Wenn alle gleich funktionieren, warum sich damit beschäftigen? Zwei Gründe.
Erstens: Ihre Daten. Eine Suchmaschine erfährt viel über Sie. Wer über Monate Ihre Suchanfragen sieht, kennt Ihre Interessen, Sorgen und Pläne, von der Urlaubsplanung bis zur Krankheit. Große Anbieter speichern diese Anfragen und bauen daraus ein Nutzerprofil, also ein Bild Ihrer Interessen. Damit wird vor allem Werbung auf Sie zugeschnitten. Das ist kein Grund zur Panik, aber gut zu wissen. Anbieter wie DuckDuckGo oder Startpage versprechen, kein solches Profil anzulegen.
Zweitens: Der Blickwinkel. Jede Suchmaschine sortiert anders. Dieselbe Frage liefert bei Google, Bing und DuckDuckGo unterschiedliche Reihenfolgen und teils andere Treffer. Wenn Sie mit einer Suchmaschine nicht fündig werden, fragen Sie einfach eine zweite. Das ist wie eine zweite Meinung beim Arzt.
Zum Ausprobieren tippen Sie einfach den Namen in die Adressleiste, zum Beispiel duckduckgo.com oder ecosia.org. In den Browser-Einstellungen lässt sich auch die Standard-Suchmaschine ändern, also die, die die Adressleiste automatisch nutzt.
Selbst recherchieren: Ihre neue Unabhängigkeit
Mit diesem Kurs haben Sie etwas Wertvolles gewonnen: Sie können Dinge selbst herausfinden. Recherchieren, also gezielt Informationen suchen und prüfen, ist keine Fähigkeit nur für Fachleute mehr, sie gehört jetzt Ihnen.
Wenn früher eine Frage auftauchte, musste man jemanden fragen und warten: die Kinder, den Nachbarn, ein Amt. Jetzt können Sie vieles sofort selbst klären, ob Öffnungszeiten, Medikamenten-Beipackzettel in großer Schrift oder die Bedienungsanleitung des neuen Radios. Trauen Sie sich, bei der nächsten Frage zuerst selbst zu suchen. Meistens finden Sie die Antwort, und mit jeder Suche werden Sie sicherer. Fragen dürfen Sie natürlich trotzdem, aber Sie müssen es immer seltener.
Merksatz: Suchen können heißt: sich selbst helfen können. Und eine zweite Suchmaschine ist wie eine zweite Meinung.
Das Wichtigste in Kürze
- Neben Google gibt es Bing, DuckDuckGo, Startpage und Ecosia, alle kostenlos.
- Große Suchmaschinen speichern Anfragen und bauen daraus Werbeprofile.
- Alternativen wie DuckDuckGo werben mit Verzicht auf solche Profile.
- Bei erfolgloser Suche lohnt eine zweite Suchmaschine als zweite Meinung.
- Selbst recherchieren macht unabhängig: erst selbst suchen, dann fragen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Warum kann sich der Blick auf eine alternative Suchmaschine lohnen?
Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Startpage werben damit, kein Profil ihrer Nutzer anzulegen. Wem Datenschutz wichtig ist, findet hier eine Alternative.
Frage 2 von 3: Was ist ein Nutzerprofil bei einer Suchmaschine?
Aus vielen Suchanfragen entsteht mit der Zeit ein Bild der Interessen einer Person. Dieses Profil wird vor allem für passgenaue Werbung genutzt.
Frage 3 von 3: Sie finden mit einer Suchmaschine keine gute Antwort. Was ist ein sinnvoller nächster Schritt?
Verschiedene Suchmaschinen sortieren unterschiedlich. Eine zweite Suchmaschine liefert oft andere Treffer und manchmal genau den fehlenden.