Nicht alles oben ist das Beste
Sie haben gelernt: Die Suchmaschine sortiert die Ergebnisse nach Passung. Aber es gibt eine wichtige Ausnahme. Die obersten Plätze der Liste sind oft verkauft. Firmen bezahlen die Suchmaschine dafür, dass ihr Angebot dort erscheint. Das nennt man Anzeigen oder gesponserte Ergebnisse. Gesponsert bedeutet: bezahlt.
Das ist nicht verboten und auch nicht immer schlecht, so wie Anzeigen in der Zeitung nichts Schlimmes sind. Aber Sie sollten den Unterschied kennen: Eine Anzeige steht oben, weil jemand bezahlt hat. Ein echtes Suchergebnis steht oben, weil die Suchmaschine es für passend hält. Das ist derselbe Unterschied wie zwischen einer Zeitungsanzeige und einem redaktionellen Artikel.
So erkennen Sie Werbung
Bezahlte Treffer müssen gekennzeichnet sein. Achten Sie auf diese kleinen Wörter direkt beim Treffer:
- Anzeige
- Gesponsert
- Ad (das englische Wort für Anzeige)
Die Kennzeichnung ist oft klein und unauffällig, meist direkt über oder neben dem Treffer. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, sie zu suchen. Meist stehen ein bis vier Anzeigen ganz oben, danach beginnen die echten Ergebnisse. Auch weiter unten und in Shopping-Kästen mit Produktbildern und Preisen steckt häufig Werbung.
Warum das wichtig ist
In vielen Fällen ist eine Anzeige harmlos: Wenn Sie Schuhe suchen, führt auch die Anzeige zu einem Schuhgeschäft. Vorsicht ist aber in zwei Fällen angebracht:
- Behörden, Banken, wichtige Konten: Betrüger schalten manchmal Anzeigen, die aussehen wie die offizielle Seite, aber auf Fälschungen führen. Überspringen Sie hier die Anzeigen und prüfen Sie beim echten Ergebnis die Domain, wie im Kurs über Webadressen gelernt. Noch sicherer: die bekannte Adresse direkt eintippen.
- Preisvergleiche: Die Anzeige ganz oben ist nicht automatisch das günstigste oder beste Angebot. Sie ist nur das bestbezahlte.
Ein Beispiel
Sie suchen brillenputztücher kaufen. Die Liste könnte so aussehen:
- Ganz oben: zwei Treffer mit dem Vermerk „Gesponsert“, von Online-Shops.
- Daneben oder darüber: ein Kasten mit Produktbildern und Preisen, ebenfalls Werbung.
- Darunter: die echten Ergebnisse, zum Beispiel Drogerien, Testberichte, Ratgeberseiten.
Sie dürfen auf Anzeigen klicken, es kostet Sie nichts und es passiert nichts Schlimmes. Wichtig ist nur: Sie wissen dann, dass Sie einer bezahlten Empfehlung folgen.
Merksatz: Ein kleines Wort mit großer Bedeutung: Steht „Anzeige“ oder „Gesponsert“ daneben, hat dieser Treffer seinen Platz gekauft.
Das Wichtigste in Kürze
- Die obersten Treffer sind oft bezahlte Anzeigen.
- Erkennungszeichen: die Wörter Anzeige, Gesponsert oder Ad beim Treffer.
- Anzeigen sind nicht verboten, aber gekauft, nicht die beste Antwort.
- Bei Banken und Behörden: Anzeigen überspringen und die Domain prüfen oder die Adresse selbst eintippen.
- Die echten Ergebnisse beginnen unterhalb der Anzeigen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Woran erkennen Sie Werbung in den Suchergebnissen?
Bezahlte Treffer müssen gekennzeichnet sein. Meist steht ein kleines Wort wie Anzeige oder Gesponsert daneben, oft ganz oben in der Liste.
Frage 2 von 3: Warum steht ein gesponserter Treffer ganz oben?
Den obersten Platz kann man kaufen. Der gesponserte Treffer ist dort, weil jemand dafür bezahlt hat, nicht weil er am besten passt.
Frage 3 von 3: Sie suchen die Seite einer Behörde. Was ist ein guter Umgang mit der Ergebnisliste?
Gerade bei Behörden und Banken lohnt der Blick: Anzeigen überspringen, dann die Domain des Treffers prüfen und das echte Ergebnis wählen.