Die Auskunft im Internet
Das Internet besteht aus vielen Milliarden Seiten. Niemand kann darin einfach so etwas finden, genauso wenig wie man in einer Bibliothek mit Milliarden Büchern ohne Katalog das richtige Buch findet. Dafür gibt es Suchmaschinen. Eine Suchmaschine ist ein Dienst im Internet, dem Sie eine Frage oder ein Stichwort geben und der Ihnen passende Webseiten auflistet.
Die bekannteste Suchmaschine ist Google, gesprochen „Gugel“. Es gibt aber auch andere, zum Beispiel Bing oder DuckDuckGo. Dazu später im Kurs mehr. Wichtig zu verstehen: Die Suchmaschine ist nicht das Internet selbst. Sie ist die freundliche Auskunft am Eingang der riesigen Bibliothek.
Was passiert hinter den Kulissen?
Wenn Sie etwas suchen, durchsucht die Suchmaschine nicht in diesem Moment das ganze Internet. Das würde viel zu lange dauern. Stattdessen hat sie vorgearbeitet:
Spezielle Programme der Suchmaschine besuchen Tag und Nacht unzählige Webseiten und lesen sie. Aus allem Gelesenen baut die Suchmaschine ein riesiges Verzeichnis, ähnlich dem Stichwortverzeichnis am Ende eines Buches. Dort steht sozusagen: Das Wort „Apfelkuchen“ kommt auf diesen Millionen Seiten vor.
Wenn Sie nun „Apfelkuchen Rezept“ eintippen, schaut die Suchmaschine blitzschnell in ihr fertiges Verzeichnis und liefert die Liste. Deshalb dauert eine Suche nur den Bruchteil einer Sekunde.
Wie entsteht die Reihenfolge?
Zu fast jeder Suche gibt es tausende oder Millionen Treffer. Die Suchmaschine muss sie also sortieren. Dafür schätzt sie ab, welche Seiten am besten zu Ihrer Frage passen und welche besonders bekannt und häufig empfohlen sind. Was sie für am passendsten hält, steht oben.
Das funktioniert erstaunlich gut. Aber merken Sie sich zwei Dinge:
- Die Reihenfolge ist eine Einschätzung der Suchmaschine, keine amtliche Prüfung. Das oberste Ergebnis ist nicht automatisch das wahrste oder beste.
- Ganz oben steht außerdem oft bezahlte Werbung. Wie Sie die erkennen, lernen Sie in einer eigenen Lektion dieses Kurses.
Suchmaschine und Adressleiste
Vielleicht ist Ihnen aufgefallen: Sie können Suchbegriffe direkt in die Adressleiste des Browsers tippen. Der Browser reicht sie dann an eine Suchmaschine weiter. Adresse und Suche wachsen dort zusammen: Tippen Sie eine vollständige Webadresse ein, öffnet sich die Seite direkt. Tippen Sie Stichwörter ein, erscheint die Ergebnisliste der Suchmaschine.
Merksatz: Die Suchmaschine ist die Auskunft der Internet-Bibliothek. Sie sucht in ihrem eigenen Verzeichnis und sortiert nach ihrer Einschätzung, nicht nach amtlicher Wahrheit.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Suchmaschine findet Webseiten zu Ihren Stichwörtern.
- Sie durchsucht dafür ihr vorbereitetes Verzeichnis, deshalb geht es so schnell.
- Die Reihenfolge ist eine Einschätzung: oben steht das vermutlich Passendste, keine geprüfte Wahrheit.
- Die Suchmaschine ist nicht das Internet, sondern ein Suchdienst darin.
- Suchbegriffe können Sie direkt in die Adressleiste tippen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was macht eine Suchmaschine?
Suchmaschinen bauen vorab ein riesiges Verzeichnis des Internets auf. Ihre Suche läuft durch dieses Verzeichnis, deshalb kommen die Ergebnisse so schnell.
Frage 2 von 3: Was bedeutet die Reihenfolge der Suchergebnisse?
Die Suchmaschine sortiert nach vermuteter Passung und Beliebtheit. Das oberste Ergebnis ist oft nützlich, aber keine geprüfte Wahrheit.
Frage 3 von 3: Ist eine Suchmaschine dasselbe wie das Internet?
Das Internet ist das Netz mit allen Webseiten. Die Suchmaschine ist ein Dienst darin, der beim Finden hilft, wie eine Auskunft in einer riesigen Bibliothek.