Warum es so viel Werbung gibt
Viele Webseiten kosten Sie kein Geld. Die Betreiber verdienen stattdessen mit Werbung: Firmen bezahlen dafür, dass ihre Anzeigen auf der Seite erscheinen. Das ist erst einmal in Ordnung — so wie Anzeigen in einer Zeitung. Wichtig ist nur, dass Sie Werbung als Werbung erkennen. Denn Werbung will Sie zum Klicken bringen, nicht Sie informieren.
Offene Werbung: die Banner
Die häufigste Form ist das Werbebanner: eine bunte Fläche am Rand, oben oder mitten im Text, oft mit Foto und einem Knopf wie „Jetzt kaufen“. Ein Banner ist wie ein Plakat am Straßenrand — Sie dürfen es einfach ignorieren. Es passiert nichts, wenn Sie nicht darauf klicken. Manche Banner bewegen sich oder blinken. Auch das ist nur Aufmerksamkeits-Haschen, keine Gefahr.
Getarnte Werbung erkennen
Schwieriger ist Werbung, die wie normaler Inhalt aussieht. Dafür gibt es zum Glück eine Regel: Werbung muss gekennzeichnet sein. Achten Sie auf kleine Wörter wie:
- Anzeige
- Gesponsert (bezahlt von einer Firma)
- Werbung
Diese Kennzeichnung steht oft klein und blass in einer Ecke. Drei Orte, an denen getarnte Werbung besonders häufig vorkommt:
- In Suchergebnissen: Die obersten Treffer sind oft bezahlte Anzeigen mit dem Wort „Anzeige“ oder „Gesponsert“ daneben. Die echten Ergebnisse kommen darunter.
- Zwischen Zeitungsartikeln: Kästen wie „Das könnte Sie auch interessieren“ führen oft zu Werbung, nicht zu Artikeln der Zeitung.
- In Online-Shops: Produkte mit dem Hinweis „Gesponsert“ stehen oben, weil der Hersteller dafür bezahlt hat — nicht, weil sie die besten sind.
Die Falle mit den falschen Knöpfen
Besonders dreist ist Werbung, die wichtige Knöpfe nachahmt. Beispiel: Sie wollen ein Programm herunterladen. Auf der Seite prangt ein riesiger grüner Knopf „Download“. Der echte Download-Knopf der Seite ist aber viel kleiner und unscheinbarer — der große Knopf ist eine Anzeige, die Sie woandershin führt.
Merksatz: Je lauter ein Knopf schreit, desto genauer hinschauen. Lesen Sie, was wirklich daraufsteht und ob „Anzeige“ in der Nähe steht. Erst lesen, dann klicken.
Wenn Sie doch einmal auf Werbung geklickt haben: kein Drama. Es öffnet sich meist nur eine Verkaufsseite. Schließen Sie sie einfach wieder. Kaufen oder eintragen müssen Sie dort nichts.
Am Computer und am Smartphone
Am Computer sehen Sie Werbung oft in den Seitenrändern, am Smartphone eher als Blöcke zwischen den Textabschnitten. Die Kennzeichnungen sind auf beiden Geräten gleich. Am Smartphone ist die Gefahr des Versehens-Klickens größer, weil alles enger beieinanderliegt — scrollen Sie ruhig langsam.
Das Wichtigste in Kürze
- Werbung finanziert viele kostenlose Webseiten — sie zu ignorieren ist völlig erlaubt.
- Werbung muss gekennzeichnet sein: Achten Sie auf „Anzeige“, „Gesponsert“, „Werbung“.
- In Suchergebnissen und Shops stehen bezahlte Treffer oft ganz oben.
- Riesige, bunte Knöpfe sind oft Werbung — der echte Knopf ist meist unscheinbarer.
- Ein Fehlklick ist nicht schlimm: Verkaufsseite einfach wieder schließen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Woran erkennen Sie bezahlte Werbung in Suchergebnissen?
Werbung muss gekennzeichnet sein. Die Wörter Anzeige oder Gesponsert stehen klein daneben — oft ganz oben, nicht unten.
Frage 2 von 3: Ein Knopf auf einer Download-Seite ist groß, grün und blinkt fast. Was ist wahrscheinlich?
Getarnte Werbung ahmt echte Knöpfe nach. Der echte Download-Knopf ist oft unscheinbarer. Erst lesen, dann klicken.
Frage 3 von 3: Was ist ein guter erster Schritt, bevor Sie auf etwas Auffälliges klicken?
Ein kurzer Blick auf die Kennzeichnung entlarvt die meiste Werbung. Echte Angebote verschwinden nicht, wenn Sie eine Minute nachdenken.