Was Schadsoftware überhaupt ist
Schadsoftware ist der Sammelbegriff für Programme, die Ihrem Gerät oder Ihnen schaden sollen. Ein Programm ist eine Arbeitsanweisung für den Computer, und Schadsoftware ist eine Anweisung mit böser Absicht. Oft hört man auch das englische Wort „Malware“, das dasselbe bedeutet.
Vorweg eine Einordnung, die beruhigen darf: Schadsoftware installiert sich fast nie von allein. In den allermeisten Fällen muss der Mensch am Gerät etwas dafür tun, zum Beispiel einen verseuchten Anhang öffnen oder ein Programm aus einer zweifelhaften Quelle installieren. Genau deshalb sind Sie dem Thema nicht ausgeliefert: Ihr Verhalten ist der beste Schutz, und den lernen Sie in diesem Kurs.
Die drei wichtigsten Arten
Der Virus: Ein Computervirus hängt sich an Dateien und verbreitet sich weiter, ähnlich wie ein Grippevirus von Mensch zu Mensch springt. Er kann Dateien beschädigen oder das Gerät stören. Das Wort „Virus“ wird im Alltag oft für jede Art von Schadsoftware benutzt.
Der Trojaner: Der Name stammt aus einer alten Sage. Die Griechen schenkten der Stadt Troja ein großes Holzpferd, in dessen Bauch sich Soldaten versteckten. Ein Trojaner am Computer funktioniert genauso: Er sieht aus wie etwas Nützliches, etwa ein Gratis-Spiel oder ein angebliches Hilfsprogramm. Installiert man ihn, richtet er im Verborgenen Schaden an, zum Beispiel liest er Passwörter mit.
Die Ransomware: Das englische Wort „ransom“ bedeutet Lösegeld. Ransomware verschlüsselt Ihre Dateien, macht also Fotos und Dokumente unlesbar, wie in einem Tresor mit fremdem Schlüssel. Dann erscheint eine Forderung: Zahlen Sie, sonst bleiben die Dateien gesperrt. Zahlen sollte man nicht, denn eine Garantie auf Entsperrung gibt es nicht. Der beste Schutz dagegen ist eine Datensicherung, um die es im nächsten Kurs geht.
Wie Schadsoftware auf das Gerät kommt
Die häufigsten Wege sind überschaubar:
- E-Mail-Anhänge: Eine angebliche Rechnung oder Mahnung als Anhang. Beim Öffnen startet die Schadsoftware.
- Downloads aus zweifelhaften Quellen: Gratis-Programme von unbekannten Webseiten statt aus den offiziellen App-Stores.
- Gefälschte Warnmeldungen: Eine Webseite behauptet, Ihr Gerät sei verseucht, und bietet ein „Reinigungsprogramm“ an. Erst dieses Programm ist die eigentliche Schadsoftware.
- Sicherheitslücken: Fehler in veralteter Software. Dagegen helfen Updates, das Thema der nächsten Lektion.
Am Smartphone und Tablet ist die Gefahr übrigens geringer als am Computer, solange Sie Apps nur aus dem offiziellen App-Store laden, also dem eingebauten Laden für Programme.
Merksatz: Schadsoftware braucht fast immer Ihre Mithilfe. Wer unerwartete Anhänge nicht öffnet und Programme nur aus offiziellen Quellen lädt, hat das meiste schon abgewehrt.
Das Wichtigste in Kürze
- Schadsoftware ist der Sammelbegriff für Programme mit böser Absicht.
- Viren verbreiten sich, Trojaner tarnen sich als nützlich, Ransomware erpresst Lösegeld.
- Schadsoftware installiert sich fast nie von allein, meist braucht sie eine Handlung des Nutzers.
- Hauptwege: E-Mail-Anhänge, dubiose Downloads, gefälschte Warnmeldungen.
- Ihr eigenes Verhalten ist der wichtigste Schutz.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist ein Trojaner?
Ein Trojaner tarnt sich als harmloses Programm, wie das hölzerne Pferd in der alten Sage. Im Inneren steckt Schadsoftware.
Frage 2 von 3: Was macht Ransomware?
Ransomware sperrt Ihre Dateien und fordert Geld für die Entsperrung. Das englische Wort ransom bedeutet Lösegeld.
Frage 3 von 3: Wie gelangt Schadsoftware am häufigsten auf ein Gerät?
Meist muss der Nutzer etwas tun: einen Anhang öffnen, ein Programm aus dubioser Quelle installieren oder auf einen Link hereinfallen. Genau da können Sie ansetzen.