Warum dieser Kurs mit einer Frage beginnt
Stellen Sie sich einen Moment lang vor: Ihr Computer geht heute kaputt, oder Ihr Handy fällt ins Wasser. Die Geräte selbst kann man ersetzen, das ist nur Geld. Aber was wäre mit den Fotos der Enkelkinder? Mit den Briefen, die Sie geschrieben haben? Diese Frage ist nicht zum Erschrecken gedacht, im Gegenteil. Denn die Lösung ist einfach, und Sie halten sie am Ende dieses Kurses in der Hand: die Datensicherung.
Datensicherung bedeutet: Von wichtigen Dateien gibt es eine zweite Kopie an einem anderen Ort. Wie ein Zweitschlüssel beim Nachbarn. Geht das Original verloren, ist nichts passiert, denn die Kopie bleibt. Oft hört man dafür auch das englische Wort „Backup“, gesprochen „Beckap“.
Ersetzlich oder unersetzlich?
Nicht alles auf einem Gerät ist gleich wichtig. Es hilft, in zwei Gruppen zu denken:
Ersetzliche Dinge: Programme und Apps können Sie jederzeit neu installieren. Musik und Filme aus Diensten lassen sich neu laden. Auch Windows selbst lässt sich neu aufsetzen. Hier geht nichts wirklich verloren.
Unersetzliche Dinge: Ihre eigenen Fotos und Videos. Selbst geschriebene Briefe und Dokumente. Eingescannte Unterlagen. Die Telefonnummern im Handy. Diese Dinge existieren nur bei Ihnen. Ohne Kopie sind sie bei einem Defekt für immer weg. Genau um diese Gruppe geht es bei der Datensicherung.
Die Zehn-Minuten-Inventur
Nehmen Sie sich Zettel und Stift und gehen Sie Ihre Geräte einmal gedanklich durch. Eine Inventur ist eine Bestandsaufnahme, wie im Geschäft am Jahresende. Notieren Sie zu jedem Punkt, ob es ihn bei Ihnen gibt und wo er liegt:
- Fotos und Videos: Auf dem Handy? Auf dem Computer im Ordner „Bilder“? Auf alten Speicherkarten?
- Dokumente: Briefe, Tabellen, Steuerunterlagen, meist im Ordner „Dokumente“.
- Kontakte: Die Telefonnummern und Adressen im Handy.
- E-Mails: Wichtige Nachrichten und Anhänge.
- Sonstiges: Rezepte, Vereinslisten, Familienforschung, alles, was Sie selbst erstellt haben.
Schauen Sie ruhig am Computer in die Ordner „Bilder“, „Dokumente“ und „Downloads“ hinein und aufs Handy in die Foto-App. Sie werden feststellen: Das Wichtige liegt meist an wenigen, gut bekannten Orten. Das ist eine gute Nachricht, denn genau diese Orte werden wir sichern.
Ihre Liste ist das Fundament für den Rest des Kurses. Und keine Sorge vor dem Aufwand: Eine Sicherung einzurichten dauert nur einen Nachmittag, danach läuft vieles von allein.
Merksatz: Geräte sind ersetzbar, Erinnerungen nicht. Wer weiß, was ihm wichtig ist und wo es liegt, hat den größten Schritt schon getan.
Das Wichtigste in Kürze
- Datensicherung heißt: eine zweite Kopie wichtiger Dateien an einem anderen Ort.
- Programme sind ersetzlich, eigene Fotos und Dokumente nicht.
- Die Zehn-Minuten-Inventur zeigt, was Sie sichern müssen und wo es liegt.
- Das Wichtige liegt meist an wenigen Orten: Bilder, Dokumente, Handy-Fotos, Kontakte.
- Die Einrichtung kostet einen Nachmittag, der Schutz hält dauerhaft.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was bedeutet Datensicherung?
Datensicherung heißt: Von wichtigen Dateien gibt es eine Kopie an einem zweiten Ort. Geht das Original verloren, bleibt die Kopie.
Frage 2 von 3: Welche Daten sind bei einem Geräteverlust am schlimmsten betroffen?
Programme und Webseiten lassen sich wiederbeschaffen. Eigene Fotos und Dokumente existieren nur bei Ihnen und sind ohne Kopie unwiederbringlich weg.
Frage 3 von 3: Warum lohnt sich die Zehn-Minuten-Inventur vor dem Einrichten einer Sicherung?
Die Inventur zeigt, welche Daten wichtig sind und wo sie liegen. Erst dann kann man gezielt und ohne großen Aufwand sichern.