Lektion 1 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 6 Minuten

Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender

Fernsehen, wann Sie wollen

Das klassische Fernsehen bestimmt den Takt: Der Film beginnt um 20:15 Uhr, ob es Ihnen passt oder nicht. Die Mediathek dreht das um. Eine Mediathek ist das Online-Angebot eines Fernsehsenders, eine Art Videoregal im Internet: Dort stehen die Sendungen bereit, und Sie entscheiden, wann Sie schauen. Den Sonntagskrimi am Dienstagnachmittag, die Dokumentation in zwei Teilen mit Pause, und wenn das Telefon klingelt, halten Sie einfach an und schauen später weiter.

Die bekanntesten sind die ARD-Mediathek und die ZDF-Mediathek. Auch die dritten Programme wie WDR, NDR oder BR sowie Arte und 3sat sind dort vertreten oder haben eigene Mediatheken.

Das Beste: Es kostet nichts extra

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gilt: Die Mediathek ist bereits bezahlt, nämlich über den Rundfunkbeitrag, den jeder Haushalt in Deutschland ohnehin entrichtet. Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten, keine Zahlungsdaten, die Sie eingeben müssten. Wenn eine angebliche „ARD-Seite“ nach Ihrer Kreditkarte fragt, sind Sie falsch, und zwar bei Betrügern. Die echten Mediatheken verlangen niemals Geld.

Auch eine Anmeldung ist zum Zuschauen nicht nötig. Manche Mediatheken bieten ein freiwilliges, kostenloses Konto an, damit Sie eine Merkliste führen können und ein angefangener Film auf dem Tablet dort weiterläuft, wo Sie auf dem Fernseher aufgehört haben. Das ist praktisch, aber kein Muss.

So kommen Sie hinein

Die Mediatheken erreichen Sie auf mehreren Wegen, je nachdem, welches Gerät Ihnen am liebsten ist:

Drinnen finden Sie sich schnell zurecht: Auf der Startseite liegen Empfehlungen und Rubriken wie Filme, Serien, Dokumentationen. Über das Suchfeld mit der Lupe finden Sie gezielt eine Sendung, etwa „Tagesschau“ oder den Titel des verpassten Films. Ein Tipp auf die Sendung, dann auf das Abspiel-Dreieck, und es geht los.

Kleine Kniffe für mehr Komfort

Zwei Funktionen machen das Schauen angenehmer. Erstens die Untertitel: Bei fast allen Sendungen lassen sich eingeblendete Texte zuschalten, hilfreich, wenn Schauspieler nuscheln oder das Gehör nachlässt. Suchen Sie im laufenden Video nach einem Symbol mit „UT“ oder einer Sprechblase. Zweitens die Verfügbarkeit: Sendungen bleiben nicht ewig im Regal. Wie lange ein Titel abrufbar ist, steht meist direkt dabei, etwa „verfügbar bis 12.10.“. Den Krimi also nicht Jahre aufheben, aber ein paar Wochen Zeit sind fast immer.

Merksatz: Die Mediatheken von ARD und ZDF sind Ihr Fernsehprogramm ohne Uhrzeit, bereits bezahlt und ohne Anmeldung nutzbar. Wer dort nach Geld gefragt wird, ist auf einer falschen Seite.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist eine Mediathek?

Frage 2 von 3: Was kosten die Mediatheken von ARD und ZDF?

Frage 3 von 3: Sie haben am Sonntag den „Tatort“ verpasst. Was können Sie tun?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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