Lektion 2 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Was Apps anfragen: Standort, Mikrofon, Kamera, Kontakte

Wenn eine App um Erlaubnis fragt

Sie öffnen zum ersten Mal eine neue App, und plötzlich erscheint ein Fenster: „Darf diese App auf deinen Standort zugreifen?“ Viele Menschen erschrecken kurz und tippen schnell auf „Zulassen“, nur damit das Fenster verschwindet. Das passiert vielen, und genau darauf bauen manche Anbieter.

Dabei ist dieses Fenster eigentlich eine gute Nachricht. Ihr Handy fragt Sie, bevor eine App an empfindliche Bereiche darf. Diese Erlaubnis nennt man Berechtigung. Ohne Ihr Ja bleibt die Tür zu. Sie sind hier also nicht Bittsteller, sondern Hausherr: Die App klingelt an der Tür, und Sie entscheiden, in welche Zimmer sie darf.

Die vier häufigsten Anfragen

Die Faustregel: Passt die Anfrage zur Aufgabe?

Sie müssen keine Technik verstehen, um gut zu entscheiden. Stellen Sie sich nur eine Frage: Braucht diese App das für ihre eigentliche Aufgabe? Ein Navigationsprogramm ohne Standort ist wie ein Taxifahrer mit Augenbinde, hier ist das Ja sinnvoll. Eine Taschenlampen-App, die Ihre Kontakte lesen will, ist dagegen wie ein Schornsteinfeger, der um den Schlüssel zu Ihrem Banksafe bittet. Da dürfen Sie freundlich, aber bestimmt ablehnen.

Viele Geräte bieten zudem Zwischenstufen an, zum Beispiel „Nur während der Nutzung der App“. Das ist oft die beste Wahl beim Standort: Die Wetter-App darf nachsehen, wo Sie sind, solange Sie sie benutzen, aber nicht ständig im Hintergrund.

Ein Nein ist nicht endgültig

Vielleicht sorgen Sie sich, mit einem Nein etwas kaputt zu machen. Diese Sorge können Sie ablegen. Verweigern Sie eine Berechtigung, funktioniert die App in aller Regel trotzdem, nur die eine Funktion eben nicht. Und wenn Sie später merken, dass Sie die Funktion doch möchten, fragt die App erneut, oder Sie schalten die Erlaubnis in den Einstellungen nach. Wie das geht, sehen wir in der nächsten Lektion.

Im Zweifel gilt: erst einmal ablehnen. Ein Nein lässt sich jederzeit in ein Ja verwandeln. Andersherum ist es mühsamer, denn was eine App bereits gelesen hat, lässt sich nicht zurückholen. Der genaue Wortlaut dieser Abfragen unterscheidet sich übrigens je nach Gerät, bei Android und beim iPhone sehen die Fenster etwas anders aus. Das Prinzip ist aber überall gleich.

Merksatz: Sie sind der Hausherr, die App ist der Gast. Erlauben Sie nur, was zur Aufgabe der App passt, und im Zweifel sagen Sie erst einmal Nein.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist eine Berechtigung bei einer App?

Frage 2 von 3: Eine Taschenlampen-App möchte auf Ihre Kontakte zugreifen. Was ist die beste Reaktion?

Frage 3 von 3: Was passiert, wenn Sie einer App eine Berechtigung verweigern?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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