Lektion 5 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Sicher arbeiten unterwegs: Checkliste

Aus vier Lektionen wird eine Routine

Sie wissen jetzt, was in fremden Netzen realistisch passieren kann, wie der eigene Hotspot funktioniert und was ein VPN leistet. Zum Abschluss verdichten wir das zu einer Routine für unterwegs — ins Café, in den Zug, ins Hotel. Das Beruhigende vorweg: Das meiste erledigen Sie einmal zu Hause, unterwegs bleiben nur wenige Handgriffe.

Vor der Reise: einmal vorbereiten

Unterwegs: die Kurzcheckliste

  1. Sensibles über den eigenen Hotspot. Bankgeschäfte, Steuerportal, Vertrauliches: erst Hotspot an, dann anmelden. Das ist der einfachste Gewinn des ganzen Kurses.
  2. Im öffentlichen WLAN aufs Schloss achten. Für Zeitung, Fahrplan und Videos ist das fremde Netz in Ordnung. Bei Zertifikatswarnungen: abbrechen.
  3. Netznamen prüfen. Im Zweifel das Personal nach dem echten WLAN-Namen fragen — Zwillingsnetze kosten nur die, die nicht fragen.
  4. An die Schulter denken. Die am meisten unterschätzte Gefahr unterwegs ist keine Funktechnik, sondern der Blick des Sitznachbarn auf Ihren Bildschirm. Setzen Sie sich bei sensiblen Dingen mit dem Rücken zur Wand, oder verschieben Sie die Überweisung um zwanzig Minuten. Für Vielreisende gibt es Blickschutzfolien: aufgeklebte Folien, die den Bildschirm von der Seite schwarz erscheinen lassen.
  5. Nach der Nutzung: Netz vergessen. Öffentliche Netze speichert Ihr Gerät und verbindet sich später automatisch mit jedem Netz gleichen Namens — auch mit einem falschen. In den WLAN-Einstellungen „Dieses Netzwerk ignorieren“ oder „Entfernen“ wählen, oder die automatische Verbindung für dieses Netz abschalten.

Noch ein Wort zu einer Warnung, die durch viele Ratgeber geistert: Öffentliche USB-Ladebuchsen seien Datendiebe. Angriffe darüber sind theoretisch denkbar, praktisch aber eine Rarität — moderne Handys fragen zudem nach, bevor sie Daten über ein Kabel freigeben. Wer auf Nummer sicher gehen will, lädt einfach mit dem eigenen Netzteil an der normalen Steckdose. Panik ist auch hier nicht nötig.

Wenn doch etwas passiert

Gerät weg — gestohlen oder liegengelassen? Dann greift Ihre Vorbereitung: Über „Mein Gerät finden“ von einem anderen Gerät aus orten, sperren, notfalls löschen. Beim Mobilfunkanbieter die SIM-Karte sperren lassen. Bei Diebstahl Anzeige erstatten. Und weil Sie eine Datensicherung haben, ist der Verlust ärgerlich, aber kein Datenverlust. Den ausführlichen Ablauf kennen Sie aus dem Einsteiger-Kurs zum Notfallplan — unterwegs zahlt er sich aus.

Merksatz: Unterwegs gilt die einfache Reihenfolge: Sensibles über den eigenen Hotspot, im fremden WLAN aufs Schloss achten — und gegen den Blick über die Schulter hilft keine Verschlüsselung, nur Umsicht.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Sie erledigen im Zug eine Überweisung am Laptop. Welche Gefahr wird dabei am häufigsten unterschätzt?

Frage 2 von 3: Warum lohnt es sich, gespeicherte öffentliche WLAN-Netze nach der Nutzung zu „vergessen“ bzw. die automatische Verbindung abzuschalten?

Frage 3 von 3: Was gehört zur Vorbereitung auf einen möglichen Geräteverlust unterwegs?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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