Der Antrag: drei mögliche Wege
Online-Banking müssen Sie einmalig bei Ihrer Bank freischalten lassen. Dafür gibt es drei übliche Wege, und alle sind gleichwertig:
- In der Filiale. Sie sagen am Schalter, dass Sie Online-Banking nutzen möchten. Viele Banken richten den Zugang dann gemeinsam mit Ihnen ein, ein guter Weg, wenn Sie sich Begleitung wünschen.
- Per Telefon. Die Nummer Ihrer Bank finden Sie auf Ihrem Kontoauszug oder auf der Rückseite Ihrer girocard, also Ihrer Bankkarte.
- Über die Website der Bank. Dort gibt es meist einen Punkt wie „Online-Banking freischalten“. Die Adresse der Website steht ebenfalls auf Ihren Bankunterlagen. Tippen Sie sie selbst ein, statt einem Link aus einer E-Mail zu folgen.
Der Zugang selbst kostet bei den allermeisten Banken nichts extra. Danach heißt es kurz warten, denn die Bank verschickt Post.
Warum die Post getrennt kommt
Nach dem Antrag erhalten Sie in der Regel zwei getrennte Briefe im Abstand einiger Tage: einen mit Ihrem Anmeldenamen (manchmal eine Nummer, manchmal frei wählbar) und einen mit einer Start-PIN oder einem Startpasswort. Diese Trennung ist Absicht und ein gutes Beispiel für das Sicherheitsdenken der Banken: Ein einzelner Brief, der verloren geht oder in falsche Hände gerät, ist wertlos, erst beide zusammen öffnen den Zugang.
Bewahren Sie die Briefe bis zur Einrichtung getrennt auf und vernichten Sie den PIN-Brief, sobald Sie Ihr eigenes Passwort gesetzt haben.
Die erste Anmeldung
Nehmen Sie sich eine ruhige halbe Stunde, am besten am Computer, dort ist mehr Platz auf dem Bildschirm. So läuft die erste Anmeldung fast überall ab:
- Rufen Sie die Website Ihrer Bank auf, indem Sie die Adresse von Ihren Bankunterlagen selbst in die Adresszeile tippen, und klicken Sie auf „Anmelden“ oder „Login“.
- Geben Sie Anmeldename und Start-PIN ein, beides aus den Briefen.
- Setzen Sie ein eigenes Passwort. Die Bank fordert Sie dazu meist von selbst auf, denn die Start-PIN ist nur für dieses eine Mal gedacht. Wählen Sie ein langes, einmaliges Passwort. Wie man starke Passwörter baut und in einem Passwort-Manager aufbewahrt, kennen Sie aus den eigenen Kursen dazu auf dieser Plattform.
- Richten Sie das TAN-Verfahren ein. Die Bank führt Sie durch die Einrichtung der Freigabe, meist einer App auf Ihrem Handy. Was dahintersteckt und welche Varianten es gibt, ist das Thema der nächsten Lektion.
Sie können bei jedem Schritt abbrechen und später neu beginnen, kaputtmachen können Sie nichts. Und wenn etwas hakt, ist die Telefon-Hotline der Bank genau dafür da, solche Anrufe sind dort Alltag.
Browser oder App?
Für das Online-Banking gibt es zwei Türen, und Sie dürfen beide nutzen. Im Browser melden Sie sich auf der Website der Bank an, das ist am Computer angenehm, weil Übersichten und Formulare viel Platz haben. Die Banking-App ist das Programm der Bank für Smartphone oder Tablet, praktisch für den schnellen Blick aufs Konto unterwegs.
Wichtig ist nur die Quelle: Die App laden Sie ausschließlich aus dem offiziellen App-Store Ihres Geräts herunter und suchen sie dort über den genauen Namen Ihrer Bank. Folgen Sie nie einem App-Link aus einer SMS oder E-Mail, gefälschte Apps sind ein beliebter Trick, um Zugangsdaten abzugreifen.
Merksatz: Zugang bei der Bank beantragen, Briefe abwarten, bei der ersten Anmeldung sofort ein eigenes starkes Passwort setzen, und die App nur aus dem offiziellen Store laden.
Das Wichtigste in Kürze
- Online-Banking schalten Sie per Filiale, Telefon oder Bank-Website frei, meist kostenlos.
- Anmeldename und Start-PIN kommen aus Sicherheitsgründen in getrennten Briefen.
- Die Adresse der Bank-Website immer selbst eintippen, nie aus E-Mail-Links öffnen.
- Bei der ersten Anmeldung das Startpasswort durch ein eigenes, langes Passwort ersetzen.
- Browser und Banking-App sind beide in Ordnung; die App nur aus dem offiziellen App-Store laden.
- Bei Problemen hilft die Hotline der Bank, das ist ein ganz gewöhnliches Anliegen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Warum verschicken Banken Zugangsdaten und Start-PIN in getrennten Briefen?
Erst beide Briefe zusammen ergeben einen nutzbaren Zugang. Geht einer verloren oder wird abgefangen, kann damit allein niemand etwas anfangen.
Frage 2 von 3: Woher sollten Sie die Banking-App Ihrer Bank herunterladen?
Apps installieren Sie immer über den offiziellen Store Ihres Geräts. Links aus SMS oder E-Mails können zu gefälschten Apps führen, die Zugangsdaten stehlen.
Frage 3 von 3: Was gehört zu einer sicheren ersten Anmeldung im Online-Banking?
Start-Zugangsdaten sind nur für die erste Anmeldung gedacht. Danach ersetzen Sie sie durch ein eigenes, langes Passwort, das nur Sie kennen, am besten verwaltet in einem Passwort-Manager.