Lektion 3 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Hochladen, freigeben, gemeinsam nutzen

Der Weg in die Cloud

Dateien kommen auf zwei Wegen in die Cloud. Der erste ist das Hochladen von Hand: Auf der Webseite oder in der App des Anbieters gibt es einen Knopf wie „Hochladen“ oder ein Plus-Zeichen — Sie wählen die Datei aus, und sie wandert über das Internet in Ihren Speicher. Am Computer geht oft auch Ziehen und Ablegen: die Datei mit gedrückter Maustaste in das Browserfenster ziehen. Der zweite Weg ist der automatische — die Synchronisation, der die nächste Lektion gehört.

Eine Sache fällt beim Hochladen schnell auf: Hochladen dauert länger als Herunterladen. Das liegt an den meisten Internetanschlüssen, die in Richtung „von Ihnen weg“ deutlich langsamer sind. Ein paar Dokumente gehen in Sekunden, eine große Videosammlung kann Stunden brauchen. Das ist normal und kein Fehler.

Freigeben: der Besucherausweis

Der eigentliche Trick der Cloud zeigt sich beim Teilen. Früher haben Sie eine Datei per E-Mail verschickt — dann existierten zwei Kopien, und bei großen Videos streikte das Postfach. Die Cloud macht es anders: Die Datei bleibt bei Ihnen liegen, und Sie verschicken nur einen Freigabe-Link — eine Webadresse, unter der andere die Datei erreichen. Wie ein Besucherausweis: Der Gast darf herein, aber das Haus bleibt Ihres.

So läuft es bei praktisch jedem Anbieter gleich: Datei antippen oder mit rechts anklicken, dann „Teilen“ oder „Freigeben“ wählen, Link erzeugen, Link per E-Mail oder Messenger verschicken. Das funktioniert auch mit ganzen Ordnern — etwa einem Ordner voller Urlaubsfotos für die Familie.

Rechte bewusst setzen

Beim Freigeben fragt der Dienst, was die anderen dürfen. Diese Frage verdient einen Moment Aufmerksamkeit:

Dazu kommt die Frage, wer über den Link hereinkommt. „Jeder mit dem Link“ ist bequem, heißt aber: Wer die Adresse kennt oder weitergeleitet bekommt, hat Zugriff. Viele Dienste können den Zugriff stattdessen auf bestimmte Personen mit eigenem Konto beschränken — für Vertrauliches ist das die bessere Wahl. Und: Freigaben lassen sich jederzeit wieder beenden. Danach führt der Link ins Leere. Werfen Sie gelegentlich einen Blick in die Freigabe-Übersicht Ihres Dienstes und räumen Sie alte Links weg.

Merksatz: Freigeben heißt: Die Datei bleibt bei Ihnen, andere bekommen einen Besucherausweis. Sie bestimmen, wer hereinkommt und ob er nur schauen oder auch verändern darf — und Sie können den Ausweis jederzeit einziehen.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist ein Freigabe-Link?

Frage 2 von 3: Was ist der Unterschied zwischen „ansehen“ und „bearbeiten“ bei einer Freigabe?

Frage 3 von 3: Sie haben Urlaubsfotos per Link mit der Familie geteilt. Was ist danach sinnvoll?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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