Internet für unterwegs
Zu Hause kommt Ihr Handy über das WLAN ins Internet. Aber was ist im Bus, im Café oder beim Spaziergang? Dort übernimmt der Mobilfunk. Mobilfunk ist das Funknetz der Handyanbieter: Überall im Land stehen Funkmasten, die Ihr Handy mit Telefon und Internet versorgen. Sie kennen das Prinzip vom Telefonieren, das Internet läuft über dieselben Masten.
Damit das funktioniert, steckt in Ihrem Handy eine SIM-Karte. Das ist ein winziger Chip von Ihrem Handyanbieter, sozusagen Ihr Mitgliedsausweis für das Mobilfunknetz. Bei neueren Geräten ist der Chip manchmal fest eingebaut, das nennt sich dann eSIM.
Vielleicht haben Sie auch schon Kürzel wie 4G oder 5G gehört. Das sind einfach die Generationen der Mobilfunktechnik, wie Automodelle: Je höher die Zahl, desto neuer und schneller. Merken müssen Sie sich das nicht, das Handy wählt selbst die beste verfügbare Technik.
Datenvolumen: Ihr monatliches Kontingent
Beim Mobilfunk gibt es eine Besonderheit: das Datenvolumen. Das ist die Datenmenge, die Sie pro Monat über das Mobilfunknetz nutzen dürfen. Stellen Sie es sich wie eine Guthabenkarte vor: Jeden Monat wird sie neu aufgeladen, und jede Nutzung unterwegs knabbert daran.
Gemessen wird in Gigabyte, kurz GB, einer Einheit für Datenmengen. Zur Einordnung, ganz grob:
- E-Mails und Nachrichten: verbrauchen fast nichts.
- Webseiten lesen: wenig, damit kommen Sie weit.
- Fotos verschicken und ansehen: schon spürbar mehr.
- Videos schauen: der größte Verbraucher. Eine Stunde Video kann rund 1 GB kosten.
Wie viel Volumen Ihr Vertrag enthält, steht in den Vertragsunterlagen. Übliche Tarife bieten zwischen 3 und 20 GB im Monat. Den aktuellen Verbrauch zeigt Ihr Handy in den Einstellungen unter einem Punkt wie Datennutzung oder Mobile Daten, oder in der App Ihres Anbieters.
Was passiert, wenn das Volumen leer ist?
Keine Sorge: Bei den üblichen Verträgen entstehen keine automatischen Zusatzkosten. Stattdessen wird die Verbindung gedrosselt, das heißt stark verlangsamt. Webseiten laden dann sehr zäh, Videos kaum noch. Telefonieren und einfache Nachrichten funktionieren weiter. Am Monatsanfang ist das Volumen wieder voll da. Wer mag, kann beim Anbieter auch Volumen nachkaufen, muss es aber nicht.
Der wichtigste Spartrick
Jetzt fügt sich alles zusammen: Im WLAN zu Hause wird kein Datenvolumen verbraucht, denn dort läuft das Internet über Ihren Festnetzanschluss, der pauschal bezahlt ist. Ihr Handy nutzt automatisch das WLAN, sobald es verbunden ist.
Merksatz: Videos, Updates und große Fotos am besten zu Hause im WLAN erledigen. Unterwegs reicht das Datenvolumen dann locker für Nachrichten, Karten und Webseiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Unterwegs kommt das Handy über Mobilfunkmasten ins Internet, die SIM-Karte ist der Ausweis dafür.
- Datenvolumen ist Ihr monatliches Datenkontingent im Mobilfunknetz, gemessen in Gigabyte.
- Videos verbrauchen viel Volumen, E-Mails und Webseiten wenig.
- Ist das Volumen leer, wird es nur langsam, teuer wird es nicht von selbst.
- Im WLAN zu Hause wird kein Datenvolumen verbraucht. Großes dort erledigen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie kommt Ihr Smartphone unterwegs ins Internet, wenn kein WLAN da ist?
Unterwegs nutzt das Handy das Mobilfunknetz: Funkmasten des Anbieters, die das ganze Land abdecken. Dafür steckt die SIM-Karte im Gerät.
Frage 2 von 3: Was ist Datenvolumen?
Das Datenvolumen ist Ihr monatliches Kontingent an Daten im Mobilfunknetz, wie eine Guthabenkarte. Im WLAN zu Hause wird es nicht verbraucht.
Frage 3 von 3: Was passiert bei den meisten Verträgen, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist?
Bei den üblichen Verträgen wird die Verbindung nach Verbrauch des Volumens stark gedrosselt, also verlangsamt. Telefonieren geht weiter, und Zusatzkosten entstehen nicht von selbst.