Erst schauen, dann klicken
Ein Link ist eine anklickbare Stelle, die Sie zu einer anderen Seite bringt. Das Wort bedeutet Verknüpfung. Links erkennen Sie oft an blauer oder unterstrichener Schrift, auch Bilder und Knöpfe können Links sein.
Nun das Wichtigste dieser Lektion: Der Text eines Links und sein echtes Ziel sind zwei verschiedene Dinge. Ein Link ist wie ein Wegweiser, den jemand beschriftet hat. Auf dem Schild kann „Zum Rathaus“ stehen, und trotzdem kann der Pfeil in den Wald zeigen. Der sichtbare Text ist frei wählbar. Ein Link mit dem Text www.ihrebank.de kann in Wahrheit zu einer Betrugsseite führen.
Die gute Nachricht: Sie können das echte Ziel prüfen, bevor Sie klicken.
Am Computer
Schieben Sie den Mauszeiger auf den Link, ohne zu klicken. Lassen Sie ihn dort einfach ruhen. Nach einem Augenblick blendet der Browser unten links im Fenster eine kleine Zeile mit der echten Zieladresse ein.
Lesen Sie diese Adresse so, wie Sie es in Lektion 2 gelernt haben: Die echte Domain steht direkt vor dem ersten Schrägstrich. Steht dort die erwartete Adresse, etwa sparkasse.de? Oder etwas Fremdes wie sicher-check-24.net? Im zweiten Fall: nicht klicken.
Am Smartphone oder Tablet
Am Smartphone gibt es keinen Mauszeiger, aber einen ähnlichen Trick: Halten Sie den Finger länger auf den Link gedrückt, etwa eine Sekunde, ohne loszulassen. Es öffnet sich ein kleines Fenster, das oben die Zieladresse anzeigt. Tippen Sie danach auf Abbrechen oder neben das Fenster, wenn Sie den Link doch nicht öffnen möchten. Der lange Druck allein öffnet den Link nicht, Sie können also gefahrlos nachschauen.
Einordnen, bevor man glaubt
Das Prüfen vor dem Klick ist Teil einer größeren Gewohnheit, die Ihnen im Internet immer wieder hilft: erst einordnen, dann glauben. Bevor Sie einer Seite, einem Angebot oder einer Nachricht vertrauen, stellen Sie sich kurz drei Fragen:
- Wer sagt das? Ein Blick auf Domain und Impressum verrät den Absender.
- Warum sagt er das? Will die Seite informieren, oder will sie etwas verkaufen oder Druck aufbauen? Sätze wie „Nur noch heute!“ sind ein Warnsignal.
- Sagt das noch jemand? Wichtige Nachrichten stehen selten nur auf einer einzigen Seite. Eine zweite Quelle schafft Sicherheit.
Diese halbe Minute Nachdenken ist keine Misstrauens-Übung gegen die ganze Welt. Sie ist dieselbe gesunde Vorsicht, mit der Sie an der Haustür nicht jedem Vertreter sofort glauben. Im Internet dürfen Sie sich diese Ruhe genauso nehmen: Nichts drängt, kein Klick läuft Ihnen davon.
Merksatz: Der Linktext ist ein Versprechen, das eingeblendete Ziel ist die Wahrheit. Und bei wichtigen Seiten gilt: lieber selbst eintippen als klicken.
Das Wichtigste in Kürze
- Linktext und echtes Ziel können verschieden sein.
- Am Computer: Mauszeiger auf den Link legen, Zieladresse unten links lesen.
- Am Smartphone: Finger lange auf den Link halten, Zieladresse im Fenster lesen.
- Zu Bank und Co. gelangen Sie am sichersten, indem Sie die Adresse selbst eintippen.
- Erst einordnen, dann glauben: Wer sagt das, warum, und sagt es noch jemand?
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie sehen Sie am Computer, wohin ein Link führt, ohne zu klicken?
Wenn der Mauszeiger auf einem Link ruht, zeigt der Browser unten links die Zieladresse an. So prüfen Sie das Ziel vor dem Klick.
Frage 2 von 3: Der blaue Text eines Links lautet www.ihrebank.de. Können Sie sich darauf verlassen?
Der sichtbare Text eines Links ist frei wählbar. Dahinter kann eine ganz andere Adresse stecken. Entscheidend ist nur das eingeblendete Ziel.
Frage 3 von 3: Was ist der sicherste Weg zu einer wichtigen Seite, etwa Ihrer Bank?
Wer die bekannte Adresse selbst eintippt, landet garantiert beim Original. Links aus E-Mails können gefälscht sein.