Der elektronische Brief
E-Mail (gesprochen „ie-mehl“) ist die englische Abkürzung für „elektronische Post“. Und genau das ist sie: ein Brief, der nicht auf Papier geschrieben und vom Postboten getragen wird, sondern als Text über das Internet reist. Der große Unterschied zur Papierpost: Eine E-Mail ist meist in wenigen Sekunden beim Empfänger — egal ob er im Nachbarhaus wohnt oder in Australien. Und sie kostet kein Porto.
Wie beim Brief gilt: Der Empfänger muss nicht zu Hause sein. Die E-Mail landet in seinem Postfach — das ist sein elektronischer Briefkasten — und wartet dort, bis er sie öffnet. Sie stören also niemanden, wenn Sie abends um elf eine Mail schreiben.
Die E-Mail-Adresse: Ihre Anschrift im Internet
Damit die Post ankommt, braucht jeder Teilnehmer eine eindeutige Anschrift. Bei der E-Mail heißt sie E-Mail-Adresse und sieht zum Beispiel so aus:
Eine solche Adresse hat immer drei Teile:
- Vor dem @: der Name des Postfachs, oft aus Vor- und Nachname gebildet. Diesen Teil wählen Sie selbst.
- Das Zeichen @: gesprochen „ätt“, auf Deutsch „bei“. Es trennt die beiden Teile — wie in „Maria Muster, wohnhaft bei web.de“.
- Nach dem @: der Name des Anbieters, bei dem das Postfach liegt, zum Beispiel web.de, gmx.de oder gmail.com.
Wichtig: In einer E-Mail-Adresse gibt es keine Leerzeichen und keine Umlaute wie ä, ö, ü. Aus Müller wird deshalb meist mueller. Und jeder Buchstabe zählt: Schon ein kleiner Tippfehler, und die Mail erreicht die falsche Person oder kommt als unzustellbar zurück. Auch das ist nicht schlimm — Sie bekommen dann eine automatische Antwort und können es einfach richtig erneut versuchen.
Der Weg einer E-Mail
Was passiert, wenn Sie auf „Senden“ drücken? Ihre Nachricht geht zunächst an den Rechner Ihres Anbieters — das ist so etwas wie das Postamt. Dieses Postamt liest die Empfängeradresse und reicht die Mail über das Internet an das Postamt des Empfängers weiter. Dort wird sie in dessen Postfach gelegt. Der ganze Weg dauert normalerweise nur Sekunden.
Merksatz: E-Mail ist wie Briefpost, nur ohne Papier, ohne Porto und fast ohne Wartezeit. Das @ in der Adresse heißt „bei“.
Am Computer und am Smartphone
Ihr Postfach ist nicht an ein Gerät gebunden. Sie können dieselben Mails am Computer im Browser lesen und unterwegs am Smartphone in einer Mail-App — es ist immer dasselbe Postfach, nur durch verschiedene Türen betrachtet. Wie Sie ein eigenes Postfach anlegen, lernen Sie in der nächsten Lektion.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine E-Mail ist ein elektronischer Brief, der über das Internet in Sekunden zugestellt wird.
- Die E-Mail-Adresse ist Ihre Anschrift: Postfachname, dann @, dann der Anbieter.
- Adressen haben keine Leerzeichen und keine Umlaute — jeder Tippfehler zählt.
- Der Empfänger muss nicht online sein: Die Mail wartet in seinem Postfach.
- Dasselbe Postfach lässt sich am Computer und am Smartphone öffnen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist eine E-Mail?
E-Mail bedeutet elektronische Post. Sie funktioniert wie ein Brief, wird aber über das Internet in Sekunden zugestellt.
Frage 2 von 3: Wofür steht das Zeichen @ in einer E-Mail-Adresse?
Das @ wird „ätt“ gesprochen und heißt „bei“. Links davon steht der Postfachname, rechts der Anbieter, zum Beispiel maria.muster bei web.de.
Frage 3 von 3: Muss der Empfänger am Gerät sitzen, wenn Sie ihm eine E-Mail schicken?
Eine E-Mail landet im Postfach des Empfängers und bleibt dort liegen, wie ein Brief im Briefkasten. Er liest sie, wann er möchte.