Welcher Anbieter darf es sein?
Ein E-Mail-Postfach bekommen Sie bei einem E-Mail-Anbieter — einer Firma, die die elektronischen Briefkästen betreibt, so wie die Post die gelben Briefkästen betreibt. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel:
- web.de und GMX — deutsche Anbieter, Bedienung auf Deutsch, Rechner in Deutschland.
- Gmail (gesprochen „Dschie-mehl“) von Google — weltweit sehr verbreitet, praktisch, wenn Sie ein Android-Smartphone haben.
- Telekom, Vodafone und andere — viele Internetanbieter geben zum Vertrag ein Postfach dazu.
Die gute Nachricht: Für den Alltag sind alle genannten Anbieter geeignet, und die Grundversion ist kostenlos. Sie zahlen kein Porto und keine Gebühr. Manche Anbieter bieten Bezahlversionen mit mehr Speicher oder ohne Werbung an — das brauchen Sie am Anfang nicht. Ein Tipp zur Auswahl: Nehmen Sie einen großen, bekannten Anbieter. Der besteht auch in zehn Jahren noch, und Ihre Adresse bleibt gültig.
Den Adressnamen klug wählen
Beim Anlegen dürfen Sie den Teil vor dem @ selbst bestimmen. Zwei Dinge sollten Sie wissen:
Erstens: Jede Adresse gibt es weltweit nur einmal. Häufige Namen wie maria.muster sind bei großen Anbietern oft schon vergeben. Der Anbieter schlägt dann Alternativen vor, oder Sie wandeln selbst ab: ein Geburtsjahr anhängen (maria.muster1958), einen zweiten Vornamen einbauen oder Punkt und Bindestrich anders setzen.
Zweitens: Wählen Sie eine sachliche Adresse, am besten aus Vor- und Nachname. Mit dieser Adresse schreiben Sie später auch an das Bürgeramt, die Versicherung oder die Arztpraxis. Eine Spaßadresse wie sonnenschein_hasi wirkt dort unpassend. Und bedenken Sie: Eine einmal verteilte Adresse ändert man ungern wieder, weil man sie dann allen neu mitteilen muss.
Das Postfach anlegen — Schritt für Schritt
Das Anlegen ist eine ganz normale Registrierung, wie Sie sie aus dem Kurs über Benutzerkonten kennen:
- Tippen Sie die Webadresse des Anbieters in den Browser, zum Beispiel web.de.
- Suchen Sie den Knopf „E-Mail-Adresse erstellen“, „Konto erstellen“ oder „Registrieren“.
- Füllen Sie das Formular aus: Wunschname für die Adresse, Ihr Name, ein neues sicheres Passwort.
- Oft folgt eine Bestätigung per Handynummer oder über eine zweite E-Mail-Adresse — der Anbieter erklärt die Schritte auf dem Bildschirm.
Lassen Sie sich Zeit und lesen Sie jeden Bildschirm in Ruhe. Sie können nichts kaputt machen — im Zweifel brechen Sie ab und beginnen von vorn.
Tipp: Notieren Sie die neue Adresse und das Passwort sofort in Ihrem Passwortheft. Diese beiden Angaben sind der Schlüssel zu Ihrer gesamten elektronischen Post.
Das Wichtigste in Kürze
- E-Mail-Postfächer gibt es bei Anbietern wie web.de, GMX oder Gmail — die Grundversion ist kostenlos.
- Ein großer, bekannter Anbieter ist die sichere Wahl für viele Jahre.
- Jede Adresse existiert nur einmal — bei vergebenen Namen hilft eine Abwandlung.
- Wählen Sie eine sachliche Adresse aus Vor- und Nachname, sie begleitet Sie lange.
- Adresse und Passwort sofort notieren und sicher aufbewahren.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was kostet ein einfaches E-Mail-Postfach bei den großen Anbietern?
Die Grundversionen von Anbietern wie web.de, GMX oder Gmail sind kostenlos. Bezahlversionen mit Extras gibt es, sie sind für den Anfang nicht nötig.
Frage 2 von 3: Ihre Wunschadresse maria.muster ist schon vergeben. Was ist eine gute Lösung?
Jede Adresse gibt es weltweit nur einmal. Ist der Wunschname vergeben, hilft eine Abwandlung, etwa maria.muster1958.
Frage 3 von 3: Welche Empfehlung gilt für die Wahl des Adressnamens?
Mit der Adresse schreiben Sie auch an Ämter oder Ärzte. Eine sachliche Adresse aus dem eigenen Namen wirkt seriös und bleibt lange passend.