Unerwünschte Post gehört dazu
So wie im Briefkasten Werbeprospekte landen, landet im E-Mail-Postfach Spam: unerwünschte Massen-Mails. Das reicht von harmloser Werbung über dubiose Gewinnversprechen („Sie haben 1 Million Euro gewonnen!“) bis zu Betrugsversuchen, die an Ihre Daten oder Ihr Geld wollen. Wichtig zu wissen: Jeder bekommt Spam, das hat nichts mit Fehlern Ihrerseits zu tun. Die Versender schicken ihre Post millionenfach an erratene und gesammelte Adressen.
Die beruhigende Nachricht: Solange Sie eine Spam-Mail nur ansehen und dann löschen, kann nichts passieren. Gefährlich wird es erst, wenn man auf Links klickt, Anhänge öffnet oder persönliche Daten eintippt.
Der Spam-Filter: Ihr automatischer Türsteher
Ihr E-Mail-Anbieter betreibt einen Spam-Filter — ein Programm, das jede ankommende Mail prüft wie ein Türsteher am Eingang. Erkennt es typische Merkmale von Massenwerbung, legt es die Mail nicht in den Posteingang, sondern in den Spam-Ordner (manchmal „Junk“ oder „Unbekannt“ genannt). Das meiste fängt der Filter ab, ohne dass Sie es je bemerken.
Zwei Fälle bleiben, in denen Sie selbst kurz eingreifen:
Fall 1: Spam rutscht in den Posteingang durch. Markieren Sie die Mail und klicken Sie auf den Knopf „Spam“ oder „Als Spam melden“ (oft ein Warnschild-Symbol). Die Mail wandert in den Spam-Ordner — und der Filter lernt dazu: Ähnliche Post wird künftig direkt aussortiert.
Fall 2: Eine gute Mail landet fälschlich im Spam-Ordner. Das passiert gelegentlich, etwa bei Bestätigungsmails oder der ersten Mail eines neuen Bekannten. Werfen Sie deshalb etwa einmal die Woche einen kurzen Blick in den Spam-Ordner. Liegt dort etwas Echtes, markieren Sie es und klicken auf „Kein Spam“. Die Mail kehrt in den Posteingang zurück, und der Filter merkt sich den Absender als erwünscht.
Drei Regeln für den Umgang mit Spam
- Nicht antworten. Auch nicht, um sich zu beschweren. Jede Reaktion verrät dem Versender: Diese Adresse wird gelesen. Danach kommt erst recht mehr.
- Keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen. Auch wenn die Mail dringend klingt — echte Banken und Behörden drohen nicht per Mail mit Kontosperrung binnen 24 Stunden.
- Löschen oder als Spam melden — fertig. Mehr Aufmerksamkeit hat Spam nicht verdient.
Merksatz: Spam ansehen ist ungefährlich. Gefährlich sind nur Klicks auf Links, geöffnete Anhänge und eingetippte Daten. Im Zweifel: löschen.
Am Smartphone oder Tablet
Die Mail-Apps haben dieselben Knöpfe: „Als Spam melden“ finden Sie meist im Drei-Punkte-Menü der geöffneten Mail. Der Spam-Ordner steckt in der Ordnerliste hinter dem Menü mit den drei Strichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Spam ist unerwünschte Massenpost — jeder bekommt sie, das ist kein eigenes Versäumnis.
- Der Spam-Filter des Anbieters sortiert das meiste automatisch in den Spam-Ordner.
- Durchgerutschten Spam mit „Als Spam melden“ markieren — der Filter lernt daraus.
- Einmal pro Woche in den Spam-Ordner schauen und echte Post mit „Kein Spam“ retten.
- Nie antworten, keine Links, keine Anhänge — ansehen und löschen ist immer sicher.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist Spam?
Spam ist der Sammelbegriff für unerwünschte Post im Postfach — von lästiger Werbung bis zu gefährlichen Betrugsmails.
Frage 2 von 3: Warum sollte man auf Spam-Mails niemals antworten?
Spam-Versender prüfen, welche Adressen reagieren. Jede Antwort bestätigt: Hier liest jemand mit — und macht die Adresse wertvoller für weitere Werbung.
Frage 3 von 3: Eine erwartete Mail Ihrer Bekannten liegt fälschlich im Spam-Ordner. Was tun Sie?
Der Knopf „Kein Spam“ holt die Mail in den Posteingang zurück. Der Filter lernt daraus und lässt diesen Absender künftig durch.