Lektion 5 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 6 Minuten

Wo Passwörter niemals hingehören

Das Passwort ist wie Ihr Hausschlüssel

Ein Passwort ist nur so lange ein Schutz, wie es geheim bleibt. In dieser Lektion geht es darum, wo Passwörter niemals hingehören. Die gute Nachricht: Es sind nur wenige Situationen, und sie sind leicht zu erkennen, wenn man sie einmal gesehen hat.

Niemals am Telefon oder per E-Mail

Die wichtigste Regel zuerst: Keine seriöse Stelle fragt Sie nach Ihrem Passwort. Nicht Ihre Bank, nicht die Sparkasse, kein Amt, kein Computerhersteller, kein Mitarbeiter von Microsoft. Diese Firmen brauchen Ihr Passwort nicht, denn ihre Technik funktioniert ohne.

Wenn also jemand anruft oder schreibt und nach Ihrem Passwort fragt, wissen Sie sofort: Das ist ein Betrugsversuch. Sie dürfen einfach auflegen oder die E-Mail löschen, ohne schlechtes Gewissen. Das ist nicht unhöflich, das ist vernünftig.

Dasselbe gilt für Nachrichten, in denen Sie Ihr Passwort „zur Bestätigung“ zurückschicken sollen. Ein Passwort wird nie verschickt, an niemanden.

Niemals auf nachgemachten Seiten

Betrüger bauen Anmeldeseiten nach, die der echten Seite zum Verwechseln ähnlich sehen: gleiches Logo, gleiche Farben, gleiche Schrift. Der Weg dorthin führt meist über eine E-Mail oder Kurznachricht mit dringlichem Ton: „Ihr Konto wird gesperrt“, „Ihr Paket wartet“, „Bestätigen Sie sofort Ihre Daten“.

Genau diese Dringlichkeit ist das Erkennungszeichen. Seriöse Firmen setzen Sie nicht unter Zeitdruck. Wann immer eine Nachricht Eile macht, dürfen Sie besonders gelassen sein.

Der sicherste Umgang damit ist einfach: Tippen Sie nicht auf den Verweis in der Nachricht. Rufen Sie die Seite stattdessen selbst auf, so wie immer: über Ihre gespeicherten Favoriten, über die eingetippte Adresse oder über die App. Wenn wirklich etwas mit Ihrem Konto wäre, sehen Sie es dort nach der Anmeldung. Meist ist dort alles in Ordnung, und die Nachricht war Betrug.

Ein zweiter Blick hilft zusätzlich: die Adressleiste, also das Feld ganz oben im Browser. Das Aussehen einer Seite kann man fälschen, die echte Adresse nicht. Steht dort nicht die gewohnte Adresse Ihrer Bank, sind Sie falsch.

Drei weitere Orte, die tabu sind

Merksatz: Echte Firmen fragen nie nach Ihrem Passwort. Und zur Anmeldung gehen Sie selbst zur Seite, nie über einen Verweis aus einer drängenden Nachricht.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Ihre Bank ruft an und fragt am Telefon nach Ihrem Passwort. Was tun Sie?

Frage 2 von 3: Woran erkennen Sie eine nachgemachte Anmeldeseite am zuverlässigsten?

Frage 3 von 3: Sie bekommen eine E-Mail: „Ihr Konto wird gesperrt, melden Sie sich sofort über diesen Link an.“ Was ist der sicherste Weg?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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