Was Phishing bedeutet
Phishing ist ein englisches Kunstwort und wird „Fisching“ ausgesprochen. Es bedeutet: Betrüger angeln nach Ihren Daten, so wie ein Angler nach Fischen. Der Köder ist eine gefälschte E-Mail, die aussieht, als käme sie von einer Bank, einem Paketdienst oder einem bekannten Online-Dienst. Der Haken ist ein Link in der Mail. Ein Link ist eine anklickbare Stelle, die Sie auf eine Webseite führt.
Klicken Sie auf den Link, landen Sie auf einer nachgebauten Webseite. Sie sieht der echten zum Verwechseln ähnlich. Geben Sie dort Ihr Passwort oder Ihre Bankdaten ein, landen diese direkt bei den Betrügern.
Wichtig zur Beruhigung: Das bloße Empfangen und Lesen einer solchen Mail ist ungefährlich. Erst das Klicken und Eingeben von Daten ist riskant.
Die typischen Warnzeichen
An diesen Merkmalen erkennen Sie Phishing-Mails. Meist treffen mehrere gleichzeitig zu:
- Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrter Kunde“ statt Ihres Namens. Ihre echte Bank kennt Ihren Namen.
- Druck und Drohung: „Ihr Konto wird gesperrt“, „Letzte Mahnung“, „Handeln Sie innerhalb von 24 Stunden“.
- Aufforderung, Daten einzugeben: Echte Banken fragen nie per E-Mail nach Passwörtern oder Geheimzahlen. Niemals.
- Merkwürdige Absenderadresse: Der angezeigte Name klingt seriös, aber die eigentliche Adresse dahinter ist ein Buchstabensalat oder endet seltsam. Am Computer sehen Sie die echte Adresse oft, wenn Sie mit der Maus auf den Absender zeigen, ohne zu klicken.
- Fehler und schiefe Formulierungen: Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Sätze. Vorsicht: Moderne Betrugsmails sind oft fehlerfrei. Gutes Deutsch allein beweist also nichts.
So prüfen Sie richtig
Die wichtigste Regel: Klicken Sie bei Zweifel nie auf den Link in der Mail. Wenn Sie wissen wollen, ob wirklich etwas mit Ihrem Konto ist, gehen Sie den sicheren Weg. Öffnen Sie den Browser und tippen Sie die Ihnen bekannte Adresse Ihrer Bank selbst ein. Oder rufen Sie die Telefonnummer an, die auf Ihrer Bankkarte oder Ihrem Kontoauszug steht. Gibt es wirklich ein Problem, sehen Sie es dort. Meistens gibt es keines.
Am Smartphone oder Tablet
Am Smartphone ist die Absenderadresse oft versteckt. Tippen Sie auf den Absendernamen, dann wird die vollständige Adresse angezeigt. Seien Sie am Handy besonders vorsichtig, weil man dort schneller aus Versehen tippt.
Merksatz: Keine echte Bank und kein echtes Amt fragt per E-Mail nach Passwörtern oder Geheimzahlen. Solche Mails dürfen Sie einfach löschen.
Das Wichtigste in Kürze
- Phishing-Mails angeln nach Passwörtern und Bankdaten.
- Warnzeichen: unpersönliche Anrede, Zeitdruck, Datenabfrage, seltsame Absenderadresse.
- Lesen ist ungefährlich, erst Klicken und Eingeben ist riskant.
- Bei Zweifel nie den Link nutzen, sondern die bekannte Adresse selbst eintippen oder anrufen.
- Verdächtige Mails können Sie einfach löschen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was wollen Betrüger mit einer Phishing-Mail erreichen?
Phishing bedeutet Angeln nach Daten. Der Link führt auf eine gefälschte Seite, die Ihre Eingaben abfängt.
Frage 2 von 3: Eine Mail beginnt mit „Sehr geehrter Kunde“ statt mit Ihrem Namen. Was bedeutet das?
Firmen, bei denen Sie Kunde sind, sprechen Sie mit Namen an. Eine unpersönliche Anrede ist ein typisches Warnzeichen.
Frage 3 von 3: Sie sind unsicher, ob eine Mail Ihrer Bank echt ist. Was ist der sicherste Weg?
Nutzen Sie nie den Link aus der Mail. Gehen Sie selbst über die Ihnen bekannte Adresse oder rufen Sie die Ihnen bekannte Nummer an.