Lektion 5 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Anzeichen für ein befallenes Gerät

Erst einmal: Ruhe bewahren

Vielleicht fragen Sie sich manchmal: Woher wüsste ich überhaupt, ob mein Gerät befallen ist? Diese Lektion gibt Ihnen dafür ein Gespür. Vorweg das Wichtigste: Ein einzelnes seltsames Verhalten ist fast nie ein Beweis. Computer haben, wie Autos, auch harmlose Macken. Und falls doch einmal etwas ist, lässt es sich fast immer beheben, ohne dass Ihre Daten verloren gehen.

Diese Anzeichen sind verdächtig

Aufmerksam werden sollten Sie, wenn mehrere dieser Dinge gleichzeitig und plötzlich auftreten:

Das ist dagegen meist harmlos

Ein über Monate langsam gewordener Computer, ein einzelner Absturz, ein voller Speicher, ein Neustart nach einem Update: Das alles ist normaler Alltag und kein Grund zur Sorge. Auch die grellen Warnfenster auf Webseiten („Ihr Gerät ist infiziert!“) sind, wie Sie aus der letzten Lektion wissen, keine echten Funde, sondern Werbung oder Betrug.

Was Sie bei einem Verdacht tun

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor, ganz ohne Hektik:

  1. Nichts kaufen, niemanden anrufen, dessen Nummer aus einem Warnfenster stammt. Echte Hilfe drängt nicht.
  2. Vollständige Prüfung starten: Öffnen Sie am Windows-Computer die Windows-Sicherheit und starten Sie unter „Viren- und Bedrohungsschutz“ eine vollständige Überprüfung. Das dauert eine Weile, das Gerät prüft dabei jede Datei. Gefundene Schädlinge entfernt das Programm selbst.
  3. Updates installieren, falls welche ausstehen.
  4. Passwörter ändern, wenn der Verdacht besteht, dass jemand mitgelesen hat, allen voran das Passwort des E-Mail-Kontos. Tun Sie das am besten von einem anderen, sauberen Gerät aus.
  5. Hilfe holen, wenn es nicht reicht: Ein Computergeschäft vor Ort oder eine vertraute Person kann das Gerät gründlich säubern oder frisch aufsetzen. Das ist Routine und keine Katastrophe.

Am Smartphone gilt: Löschen Sie zuletzt installierte Apps, die Sie nicht kennen, und starten Sie das Gerät neu. Bei hartnäckigen Problemen hilft der Fachhandel.

Merksatz: Ein Anzeichen allein ist eine Macke, viele plötzliche Anzeichen sind ein Verdacht. Und ein Verdacht ist lösbar: prüfen, aktualisieren, notfalls Hilfe holen.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Welches Anzeichen deutet am ehesten auf Schadsoftware hin?

Frage 2 von 3: Was ist ein sinnvoller erster Schritt bei einem Verdacht auf Schadsoftware am Windows-Computer?

Frage 3 von 3: Ihr Computer ist seit Monaten einfach nur etwas langsamer geworden. Was bedeutet das?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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