Lektion 3 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Von Warenkorb bis Bestellung

Der Warenkorb: unverbindlich wie ein Einkaufswagen

In dieser Lektion gehen wir eine Bestellung einmal komplett durch, Schritt für Schritt. Das Wichtigste vorweg, weil es vielen die Angst nimmt: Nichts davon ist verbindlich, bis Sie ganz am Ende auf den eindeutig beschrifteten Bestellknopf klicken. Sie können also jederzeit abbrechen, das Fenster schließen oder etwas ändern, ohne dass etwas passiert.

Der Warenkorb ist die digitale Fassung des Einkaufswagens. Mit „In den Warenkorb“ legen Sie Waren hinein; ein kleines Symbol, oft ein Körbchen oder Wagen oben rechts, zeigt an, wie viel drin liegt. Ein Klick darauf öffnet die Übersicht. Dort können Sie die Stückzahl ändern, Artikel wieder entfernen und sehen die Zwischensumme. Manche nutzen den Warenkorb sogar als Merkzettel und lassen Dinge tagelang darin liegen; auch das ist erlaubt.

Zur Kasse: Gast oder Kundenkonto

Mit „Zur Kasse“ beginnt die eigentliche Bestellung. Viele Shops fragen nun, ob Sie ein Kundenkonto anlegen oder „als Gast bestellen“ möchten. Als Gast geben Sie Ihre Daten nur für diese eine Bestellung an, es wird kein Zugang mit Passwort angelegt. Für seltene Einkäufe ist das die einfachste und datensparsamste Wahl. Ein Kundenkonto lohnt sich erst, wenn Sie bei einem Shop häufiger bestellen.

Dann folgen die Angaben: Ihre Lieferadresse, also wohin das Paket kommen soll, und die Rechnungsadresse, meist dieselbe. Tippfehler in Straße oder Hausnummer sind hier die häufigste Fehlerquelle, ein zweiter Blick lohnt. Danach wählen Sie die Zahlungsart, etwa Rechnung, Lastschrift oder PayPal. Welche davon wie sicher ist, behandelt ein eigener Kurs zum Bezahlen im Internet.

Die Bestellübersicht: Ihr letzter Kontrollblick

Vor dem Abschluss zeigt jeder seriöse Shop eine Übersicht: alle Artikel, Preise, Versandkosten, Liefer- und Rechnungsadresse, Zahlungsart und die Gesamtsumme. Nehmen Sie sich hier eine Minute Zeit und prüfen Sie:

Der Bestellknopf: die Button-Lösung schützt Sie

In Deutschland gilt seit Jahren die sogenannte Button-Lösung, eine gesetzliche Regel für den Bestellknopf (englisch „Button“, gesprochen „Battn“): Der letzte Knopf muss eindeutig beschriftet sein, zum Beispiel mit „zahlungspflichtig bestellen“, „kaufen“ oder „jetzt kostenpflichtig bestellen“. Ein Knopf, der nur „Weiter“ oder „Anmelden“ heißt, darf keinen Kauf auslösen. Sie können also nicht aus Versehen durch einen harmlosen Klick einen Vertrag abschließen. Das nimmt dem Bestellen viel Schrecken: Solange Sie diesen eindeutigen Knopf nicht gedrückt haben, haben Sie nichts gekauft.

Nach dem Klick erscheint eine Bestätigungsseite, und kurz darauf kommt die Bestellbestätigung per E-Mail mit Bestellnummer. Heben Sie diese E-Mail auf; die Bestellnummer brauchen Sie bei Fragen oder einer Rückgabe. Und falls doch etwas schiefging, etwa die falsche Größe: kein Grund zur Sorge. Beim Onlinekauf haben Sie ein Widerrufsrecht, um das es in einer späteren Lektion geht.

Merksatz: Gekauft ist erst nach dem Klick auf den eindeutigen Knopf wie „zahlungspflichtig bestellen“. Alles davor ist Anschauen und darf jederzeit abgebrochen werden.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Sie haben etwas in den Warenkorb gelegt. Haben Sie damit schon gekauft?

Frage 2 von 3: Wie muss der endgültige Bestellknopf in deutschen Onlineshops beschriftet sein?

Frage 3 von 3: Auf der Bestellübersicht entdecken Sie ein bereits angekreuztes Häkchen für eine zusätzliche „Premium-Garantie“ für 4,99 Euro im Monat. Was tun Sie?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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