Der Warenkorb: unverbindlich wie ein Einkaufswagen
In dieser Lektion gehen wir eine Bestellung einmal komplett durch, Schritt für Schritt. Das Wichtigste vorweg, weil es vielen die Angst nimmt: Nichts davon ist verbindlich, bis Sie ganz am Ende auf den eindeutig beschrifteten Bestellknopf klicken. Sie können also jederzeit abbrechen, das Fenster schließen oder etwas ändern, ohne dass etwas passiert.
Der Warenkorb ist die digitale Fassung des Einkaufswagens. Mit „In den Warenkorb“ legen Sie Waren hinein; ein kleines Symbol, oft ein Körbchen oder Wagen oben rechts, zeigt an, wie viel drin liegt. Ein Klick darauf öffnet die Übersicht. Dort können Sie die Stückzahl ändern, Artikel wieder entfernen und sehen die Zwischensumme. Manche nutzen den Warenkorb sogar als Merkzettel und lassen Dinge tagelang darin liegen; auch das ist erlaubt.
Zur Kasse: Gast oder Kundenkonto
Mit „Zur Kasse“ beginnt die eigentliche Bestellung. Viele Shops fragen nun, ob Sie ein Kundenkonto anlegen oder „als Gast bestellen“ möchten. Als Gast geben Sie Ihre Daten nur für diese eine Bestellung an, es wird kein Zugang mit Passwort angelegt. Für seltene Einkäufe ist das die einfachste und datensparsamste Wahl. Ein Kundenkonto lohnt sich erst, wenn Sie bei einem Shop häufiger bestellen.
Dann folgen die Angaben: Ihre Lieferadresse, also wohin das Paket kommen soll, und die Rechnungsadresse, meist dieselbe. Tippfehler in Straße oder Hausnummer sind hier die häufigste Fehlerquelle, ein zweiter Blick lohnt. Danach wählen Sie die Zahlungsart, etwa Rechnung, Lastschrift oder PayPal. Welche davon wie sicher ist, behandelt ein eigener Kurs zum Bezahlen im Internet.
Die Bestellübersicht: Ihr letzter Kontrollblick
Vor dem Abschluss zeigt jeder seriöse Shop eine Übersicht: alle Artikel, Preise, Versandkosten, Liefer- und Rechnungsadresse, Zahlungsart und die Gesamtsumme. Nehmen Sie sich hier eine Minute Zeit und prüfen Sie:
- Stimmen Artikel, Größe, Farbe und Stückzahl?
- Stimmt die Gesamtsumme samt Versandkosten?
- Ist die Adresse richtig?
- Sind irgendwo Häkchen für Extras gesetzt, die Sie nicht wollen, etwa Zusatzversicherungen, Newsletter oder „Premium“-Zusätze? Solche vorangekreuzten Extras dürfen Sie einfach abwählen.
Der Bestellknopf: die Button-Lösung schützt Sie
In Deutschland gilt seit Jahren die sogenannte Button-Lösung, eine gesetzliche Regel für den Bestellknopf (englisch „Button“, gesprochen „Battn“): Der letzte Knopf muss eindeutig beschriftet sein, zum Beispiel mit „zahlungspflichtig bestellen“, „kaufen“ oder „jetzt kostenpflichtig bestellen“. Ein Knopf, der nur „Weiter“ oder „Anmelden“ heißt, darf keinen Kauf auslösen. Sie können also nicht aus Versehen durch einen harmlosen Klick einen Vertrag abschließen. Das nimmt dem Bestellen viel Schrecken: Solange Sie diesen eindeutigen Knopf nicht gedrückt haben, haben Sie nichts gekauft.
Nach dem Klick erscheint eine Bestätigungsseite, und kurz darauf kommt die Bestellbestätigung per E-Mail mit Bestellnummer. Heben Sie diese E-Mail auf; die Bestellnummer brauchen Sie bei Fragen oder einer Rückgabe. Und falls doch etwas schiefging, etwa die falsche Größe: kein Grund zur Sorge. Beim Onlinekauf haben Sie ein Widerrufsrecht, um das es in einer späteren Lektion geht.
Merksatz: Gekauft ist erst nach dem Klick auf den eindeutigen Knopf wie „zahlungspflichtig bestellen“. Alles davor ist Anschauen und darf jederzeit abgebrochen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Warenkorb ist unverbindlich; Inhalt lässt sich ändern und löschen.
- „Als Gast bestellen“ genügt für gelegentliche Einkäufe, ganz ohne Kundenkonto.
- Auf der Bestellübersicht Artikel, Summe, Adresse und Häkchen prüfen.
- Vorangekreuzte Extras dürfen Sie abwählen.
- Die Button-Lösung schützt: Nur ein eindeutig beschrifteter Knopf löst den Kauf aus.
- Bestellbestätigung mit Bestellnummer aufbewahren.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Sie haben etwas in den Warenkorb gelegt. Haben Sie damit schon gekauft?
Der Warenkorb ist wie der Einkaufswagen im Supermarkt: Sie können jederzeit etwas herausnehmen oder den Laden ohne Kauf verlassen.
Frage 2 von 3: Wie muss der endgültige Bestellknopf in deutschen Onlineshops beschriftet sein?
Die sogenannte Button-Lösung schreibt vor: Der letzte Knopf muss unmissverständlich sagen, dass jetzt eine Zahlungspflicht entsteht. Vorher kann kein Kauf „aus Versehen“ passieren.
Frage 3 von 3: Auf der Bestellübersicht entdecken Sie ein bereits angekreuztes Häkchen für eine zusätzliche „Premium-Garantie“ für 4,99 Euro im Monat. Was tun Sie?
Voreingestellte Extras dürfen Sie jederzeit abwählen. Genau für solche Entdeckungen ist die Bestellübersicht da, lesen lohnt sich.