Vom Bestellknopf bis zur Haustür
Nach der Bestellung passiert beim Händler dreierlei, und zu jedem Schritt bekommen Sie meist eine E-Mail: die Bestellbestätigung (sofort), die Versandbestätigung (sobald das Paket unterwegs ist) und manchmal eine Ankündigung des Zustelltags. Zwischen Bestellung und Versand können je nach Händler ein bis mehrere Tage liegen; die voraussichtliche Lieferzeit stand schon beim Artikel, etwa „Lieferzeit 2 bis 4 Werktage“.
Gebracht wird das Paket von einem Paketdienst, in Deutschland zum Beispiel DHL, Hermes, DPD oder GLS. Welcher es ist, entscheidet der Händler, und es steht in der Versandbestätigung.
Die Sendungsverfolgung: dem Paket zusehen
In der Versandbestätigung finden Sie meist eine Sendungsnummer, auch Tracking-Nummer genannt, gesprochen „Träcking“, also Verfolgungsnummer. Damit können Sie im Internet nachsehen, wo Ihr Paket gerade ist: Entweder klicken Sie auf den Link in der E-Mail des Händlers, oder Sie geben die Nummer auf der offiziellen Internetseite des Paketdienstes ein.
Dort sehen Sie Stationen wie „Paket im Verteilzentrum“, „in Zustellung“ und schließlich „zugestellt“. Das ist praktisch, um zu wissen, wann sich das Warten am Klingelknopf lohnt. Aber Vorsicht bei einem beliebten Betrugstrick: SMS oder E-Mails, die angeblich vom Paketdienst kommen und für ein paar Euro „Zollgebühr“ oder „Lagerkosten“ auf einen Link locken. Tippen Sie solche Links nicht an. Prüfen Sie den Paketstatus nur über den Link aus der echten Versandbestätigung oder direkt auf der Seite des Paketdienstes.
Wenn Sie nicht zu Hause sind
Kein Grund zur Sorge: Pakete kommen auch ohne Sie an ihr Ziel. Üblich sind drei Wege: Der Bote gibt das Paket bei Nachbarn ab und wirft eine Benachrichtigung ein. Oder er bringt es in eine Filiale oder einen Paketshop in Ihrer Nähe, wo Sie es mit der Benachrichtigungskarte und dem Ausweis abholen. Oder Sie haben vorher einen Ablageort erlaubt, etwa „Garage“ oder eine Paketbox. Manche Paketdienste bieten zudem an, den Zustelltag über ihre Internetseite zu verschieben.
Ein Tipp: Lassen Sie teure Ware nicht dauerhaft an einen offenen Ablageort legen. Für wertvolle Sendungen ist die Abholung in der Filiale die sicherste Variante.
Verspätet, beschädigt oder verschwunden
Auch hier sind Sie gut geschützt, denn beim Kauf als Privatkundin oder Privatkunde trägt der Händler das Versandrisiko. Das bedeutet: Ihr Ansprechpartner ist immer der Händler, nicht der Paketdienst.
- Verspätung: Bleibt das Paket deutlich über der angegebenen Lieferzeit, schreiben Sie dem Händler und setzen eine Nachfrist, etwa eine Woche. Liefert er dann nicht, dürfen Sie vom Kauf zurücktreten und erhalten Ihr Geld zurück.
- Beschädigung: Ist die Ware kaputt angekommen, fotografieren Sie Karton und Inhalt und melden es dem Händler. Er muss Ersatz liefern oder erstatten. Ein von außen sichtbar beschädigtes Paket können Sie auch gleich an der Tür ablehnen.
- Verlust: Steht „zugestellt“, aber nichts ist da? Fragen Sie zuerst bei Nachbarn und im Haushalt nach; oft klärt sich alles. Wenn nicht, melden Sie es dem Händler. Er muss dem Verbleib nachgehen und Ihnen die Ware erneut schicken oder das Geld erstatten.
Bleiben Sie dabei freundlich, aber bestimmt; per E-Mail haben Sie alles schriftlich.
Merksatz: Bei Problemen mit dem Paket ist der Händler zuständig, nicht der Paketdienst. Und Paket-SMS mit Zahlungslinks sind Betrug.
Das Wichtigste in Kürze
- Versandbestätigung mit Sendungsnummer aufheben; damit lässt sich das Paket verfolgen.
- Sendungsstatus nur über die offizielle Seite des Paketdienstes prüfen, nie über Links aus SMS.
- Bei Abwesenheit landet das Paket bei Nachbarn, in der Filiale oder am vereinbarten Ablageort.
- Der Händler trägt das Versandrisiko: Bei Verlust oder Schaden muss er liefern oder erstatten.
- Bei Verspätung schriftlich eine Nachfrist setzen, danach ist Rücktritt möglich.
- Beschädigte Ware fotografieren und dem Händler melden.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist eine Sendungsnummer?
Die Sendungsnummer steht in der Versandbestätigung. Auf der Seite des Paketdienstes eingegeben, zeigt sie den Weg des Pakets bis zur Zustellung.
Frage 2 von 3: Ihr bestelltes Paket kommt laut Sendungsverfolgung als „zugestellt“ an, aber Sie haben nichts erhalten. Wer trägt beim Kauf im Onlineshop das Risiko des Transportwegs?
Beim Kauf durch Privatkunden trägt der Händler das Versandrisiko. Kommt nichts an, wenden Sie sich an den Händler, nicht an den Paketdienst; er muss nachliefern oder erstatten.
Frage 3 von 3: Sie erhalten eine SMS: „Ihr Paket wartet, zahlen Sie 1,99 Euro Zollgebühr über diesen Link.“ Sie erwarten tatsächlich ein Paket. Was tun Sie?
Betrüger verschicken massenhaft solche Paket-SMS, weil viele Menschen gerade etwas erwarten. Echte Paketdienste kassieren keine Kleinbeträge über SMS-Links.