Lektion 1 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Zahlungsarten im Vergleich

Viele Wege führen zur Kasse

An der Ladenkasse zahlen Sie bar oder mit Karte. Im Internet gibt es mehr Auswahl, und die Namen klingen erst einmal fremd. Diese Lektion stellt die gängigen Zahlungsarten in Deutschland vor. Keine Sorge: Sie müssen nicht alle nutzen. Es genügt, wenn Sie am Ende ein bis zwei Zahlungsarten finden, mit denen Sie sich wohlfühlen.

Erst Ware, dann Geld: der Rechnungskauf

Beim Kauf auf Rechnung schickt der Händler zuerst die Ware, und Sie überweisen danach, meist innerhalb von 14 oder 30 Tagen. Das kennen viele noch vom klassischen Versandhaus, und es ist für Kundinnen und Kunden die angenehmste Reihenfolge: Sie können die Ware prüfen, bevor Geld fließt. Passt etwas nicht, schicken Sie es zurück und zahlen nur, was Sie behalten.

Zwei Hinweise dazu: Nicht jeder Shop bietet Rechnungskauf an, und oft wickelt ein Zahlungsdienstleister wie zum Beispiel Klarna die Rechnung ab; dann überweisen Sie an diesen Dienst statt an den Shop. Wichtig ist nur, die Zahlungsfrist nicht zu verschlafen, sonst kommt eine Mahnung. Ein Zettel am Kalender genügt.

Direkt vom Konto: die Lastschrift

Bei der Lastschrift, auch Bankeinzug genannt, geben Sie Ihre IBAN an, also Ihre Kontonummer, und erlauben dem Händler, den Betrag abzubuchen. Das ist bequem, weil Sie ans Zahlen nicht mehr denken müssen. Und es hat einen eingebauten Schutz: Jede Lastschrift können Sie acht Wochen lang ohne Angabe von Gründen von Ihrer Bank zurückbuchen lassen. Ihre IBAN sollten Sie trotzdem nur seriösen, geprüften Shops anvertrauen.

Mit der Karte: Kreditkarte und girocard

Mit einer Kreditkarte (etwa Visa oder Mastercard) zahlen Sie, indem Sie Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer eingeben; dazu kommt fast immer eine Bestätigung über Ihre Bank, dazu später im Kurs mehr. Die klassische girocard, also die normale Bankkarte fürs Geldabheben und den Supermarkt, funktioniert in Onlineshops meist nicht direkt; fürs Internet braucht es in der Regel eine Kreditkarte oder eine Debitkarte von Visa oder Mastercard. Viele Banken geben solche Karten heute standardmäßig aus. Bei unberechtigten Kartenzahlungen können Sie über Ihre Bank eine Erstattung verlangen.

Der Zwischenhändler fürs Geld: Zahlungsdienste

Zahlungsdienste wie zum Beispiel PayPal stehen als Vermittler zwischen Ihnen und dem Shop: Sie zahlen an den Dienst, der Dienst zahlt an den Händler. Der Shop bekommt Ihre Bankdaten dabei nicht zu sehen, und viele Dienste bieten einen Käuferschutz, falls die Ware nicht kommt. Zahlungsdiensten widmet sich eine eigene Lektion in diesem Kurs.

Erst Geld, dann Ware: die Vorkasse

Bei der Vorkasse überweisen Sie zuerst, dann verschickt der Händler. Für Sie ist das die riskanteste Reihenfolge, denn eine ausgeführte Überweisung lässt sich kaum zurückholen. Bei bekannten, seriösen Händlern ist Vorkasse meist unproblematisch, bei unbekannten Shops sollten Sie sie meiden. Daneben gibt es die Sofortüberweisung über Dienste wie Klarna, bei der die Überweisung direkt beim Bestellen ausgelöst wird; auch hier ist das Geld sofort weg, der Händler gilt aber als schneller beliefert.

Merksatz: Je später Ihr Geld fließt, desto besser für Sie: Rechnung vor Lastschrift, Lastschrift vor Karte, und Vorkasse nur bei Händlern, denen Sie vertrauen.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was bedeutet „Kauf auf Rechnung“?

Frage 2 von 3: Was ist eine Lastschrift?

Frage 3 von 3: Ein unbekannter Shop bietet als einzige Zahlungsart Vorkasse per Überweisung an. Welche Zahlungsart wäre stattdessen die vorsichtigste Wahl, wenn Sie dort überhaupt kaufen wollen?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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