Lektion 2 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Die 3-2-1-Regel in Alltagssprache

Eine Faustregel statt vieler Fachbücher

Fachleute haben für die Datensicherung eine erstaunlich kurze Antwort, die sich seit Jahrzehnten bewährt: die 3-2-1-Regel. Sie stammt aus der Welt der Rechenzentren, passt aber genauso in jeden Haushalt. Ausgeschrieben lautet sie: Drei Fassungen jeder wichtigen Datei, auf zwei verschiedenen Arten von Datenträgern, davon eine außer Haus. Klingt technisch — lässt sich aber vollständig in Alltagssprache übersetzen.

Die Drei: doppelt genäht hält besser, dreifach am besten

Drei Fassungen heißt: das Original auf Ihrem Gerät plus zwei Sicherungen. Warum reicht eine Sicherung nicht? Weil ausgerechnet im Ernstfall gern zwei Dinge zusammenkommen. Die Festplatte des Computers stirbt — und beim Wiederherstellen zeigt sich, dass die einzige Sicherungsplatte ebenfalls einen Fehler hat oder die Sicherung seit Monaten unbemerkt stillstand. Mit zwei Sicherungen wird aus dem Drama eine Fußnote. Denken Sie an wichtige Papiere: Den Personalausweis gibt es einmal, aber vom Testament liegt eine Ausfertigung beim Notar und eine Kopie zu Hause.

Die Zwei: nicht alle Eier in eine Korbsorte

Zwei verschiedene Datenträger-Arten heißt zum Beispiel: die eingebaute Festplatte des Computers und dazu eine externe Festplatte — oder ein Online-Speicher. Der Grund: Jede Speicherart hat typische Schwächen. Festplatten mögen keine Stürze, USB-Sticks gehen gern unbemerkt kaputt, ein Cloud-Konto kann gesperrt werden. Zwei Arten fallen selten aus demselben Grund gleichzeitig aus. Zwei baugleiche USB-Sticks aus derselben Packung sind dagegen fast wie einer.

Die Eins: ein Exemplar verlässt das Haus

Die letzte Zahl ist die, die am häufigsten fehlt — und die im schlimmsten Fall alles entscheidet. Brand, Blitzschlag, Einbruch oder ein Wasserrohrbruch treffen die ganze Wohnung: den Computer im Arbeitszimmer und die Sicherungsplatte in der Schublade daneben. Eine Fassung muss deshalb woanders liegen. Dafür gibt es zwei Alltagswege: einen Online-Speicher, also die Cloud als bewusst gewählten Sicherungsort — dazu kommt eine eigene Lektion — oder ganz klassisch eine zweite externe Festplatte, die bei der Tochter, dem Bruder oder im Bankschließfach liegt und ein paarmal im Jahr getauscht wird.

Ihr persönlicher Plan

Für einen normalen Haushalt sieht die Regel übersetzt oft so aus: die Dateien auf dem Computer (eins), eine externe Festplatte mit automatischer Sicherung (zwei), ein Online-Speicher für das Unersetzliche wie Fotos und Dokumente (drei — und zugleich außer Haus). Und wenn Sie heute erst bei „eins“ stehen? Dann ist jede weitere Stufe ein Gewinn. Eine Sicherung ist gut, zwei sind besser, die volle Regel ist das Ziel. Niemand muss das an einem Tag aufbauen — der Rest dieses Kurses geht es Schritt für Schritt an.

Merksatz: 3-2-1 heißt: drei Fassungen, zwei Speicherarten, eine außer Haus — und jede erreichte Stufe ist besser als die davor.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Wofür stehen die Zahlen der 3-2-1-Regel?

Frage 2 von 3: Warum verlangt die Regel eine Fassung außer Haus?

Frage 3 von 3: Sie besitzen einen Laptop und eine externe Festplatte mit regelmäßiger Sicherung. Was fehlt noch zur vollständigen 3-2-1-Aufstellung?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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