Das beste Backup ist das, an das niemand denken muss
Die häufigste Backup-Panne ist nicht kaputte Technik, sondern der Mensch: „Mache ich am Wochenende“ — und dann vergehen Monate. Deshalb gilt in diesem Kurs das Prinzip Automatik. Windows, macOS und Ihr Handy bringen dafür alles mit; Zusatzprogramme braucht es nicht. Einmal eingerichtet, läuft die Sicherung im Hintergrund mit, still wie eine Heizung. Für den Computer brauchen Sie eine externe Festplatte; für den Anfang reicht ein Modell mit reichlich Platz aus dem Elektromarkt.
Windows: der Dateiversionsverlauf
Windows nennt seine automatische Sicherung Dateiversionsverlauf. Der Name ist Programm: Er sichert Ihre persönlichen Ordner — Dokumente, Bilder, Musik, Desktop — regelmäßig auf die externe Festplatte und hebt dabei ältere Fassungen jeder Datei auf. So einrichten:
- Schließen Sie die externe Festplatte an.
- Öffnen Sie die Einstellungen und suchen Sie im Suchfeld nach „Dateiversionsverlauf“. Je nach Windows-Version heißt der Weg leicht anders — das Suchfeld findet ihn zuverlässig.
- Wählen Sie die externe Festplatte als Ziel und schalten Sie die Funktion ein.
Ab jetzt sichert Windows von selbst, sobald die Platte angeschlossen ist. Beim Schreibtisch-Computer lassen Sie sie am besten dauerhaft stecken. Beim Laptop hat sich ein fester Rhythmus bewährt: etwa jeden Sonntag beim Frühstück anstecken, Windows holt dann alles Versäumte nach.
macOS: Time Machine
Apple-Computer bringen Time Machine mit, gesprochen „Taim Maschien“, auf Deutsch Zeitmaschine — der Name verspricht nicht zu viel, denn sie kann jeden früheren Stand wieder hervorholen. Die Einrichtung ist noch einfacher: Externe Festplatte anschließen, und meist fragt der Mac von selbst, ob er sie für Time Machine verwenden soll. Zustimmen, fertig. Falls die Frage nicht erscheint: in den Systemeinstellungen nach „Time Machine“ suchen und die Platte als Sicherungsziel wählen. Time Machine sichert danach stündlich alle Änderungen, solange die Platte verbunden ist — auch hier gilt die Sonntagsroutine für Laptop-Haushalte.
Das Handy: meist schon halb erledigt
Handys sichern sich in die Cloud ihres Herstellers — bei Android zu Google, beim iPhone zu Apple. Oft ist das schon aktiv, aber verlassen Sie sich nicht darauf: Prüfen Sie es. Suchen Sie in den Einstellungen nach „Sicherung“ oder „Backup“; der genaue Weg unterscheidet sich je nach Gerät. Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit:
- Die Fotos. Prüfen Sie getrennt, ob die Foto-Sicherung eingeschaltet ist (bei Google Fotos beziehungsweise Apple Fotos), denn Fotos sind für die meisten das Unersetzlichste überhaupt.
- Der Speicherplatz. Der kostenlose Cloud-Speicher ist begrenzt. Ist er voll, stoppt die Sicherung — und meldet sich nur mit leisen Hinweisen. Ein kleiner monatlicher Betrag für mehr Speicher ist oft die sinnvollste Ausgabe der ganzen Strategie.
Merksatz: Richten Sie die Sicherung einmal ordentlich ein und machen Sie sie zur Automatik — Disziplin ist eine schlechte Backup-Strategie.
Das Wichtigste in Kürze
- Automatik schlägt Erinnerungszettel: eingebaute Funktionen nutzen, keine Zusatzprogramme nötig.
- Windows: Dateiversionsverlauf einschalten, externe Festplatte als Ziel wählen.
- macOS: Time Machine einschalten, sichert stündlich auf die externe Platte.
- Laptop-Haushalte: fester Wochenrhythmus zum Anstecken der Platte, etwa sonntags.
- Handy: Cloud-Sicherung und Foto-Sicherung getrennt prüfen.
- Voller Cloud-Speicher stoppt die Handy-Sicherung — Speicherstand gelegentlich kontrollieren.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie heißt die eingebaute automatische Sicherung von Windows?
Der Dateiversionsverlauf sichert persönliche Ordner regelmäßig auf eine externe Festplatte und bewahrt ältere Fassungen auf. Time Machine ist das Gegenstück bei Apple-Computern.
Frage 2 von 3: Warum ist eine automatische Sicherung der manuellen überlegen?
Die häufigste Backup-Panne ist keine Technik, sondern das Aufschieben. Eine einmal eingerichtete Automatik läuft ohne Disziplin und ohne Erinnerungszettel.
Frage 3 von 3: Sie richten den Dateiversionsverlauf ein, aber die externe Festplatte ist meist nicht angeschlossen. Was bedeutet das?
Die Automatik kann nur sichern, wenn das Ziel erreichbar ist. Beim Schreibtisch-Computer bleibt die Platte am besten angesteckt; beim Laptop hilft ein fester Wochenrhythmus.