Lektion 5 von 7 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 8 Minuten

Überweisung Schritt für Schritt

Die Felder einer Überweisung

Eine Überweisung ist Ihr Auftrag an die Bank: „Buche diesen Betrag von meinem Konto auf ein anderes.“ Im Online-Banking finden Sie sie unter „Überweisung“ oder „Geld senden“. Das Formular hat vier Felder, die immer gleich sind:

Tipp fürs Abtippen: Übertragen Sie die IBAN in Ruhe abschnittsweise und vergleichen Sie sie danach noch einmal mit der Vorlage. Bei Rechnungen, die per E-Mail kamen, gilt besondere Vorsicht, denn gefälschte Rechnungen mit ausgetauschter IBAN sind eine bekannte Betrugsmasche. Im Zweifel die Kontodaten mit einer früheren Rechnung oder der Website des Anbieters vergleichen.

Prüfen und freigeben

Nach dem Ausfüllen zeigt die Bank eine Übersichtsseite: alle Angaben noch einmal auf einen Blick. Lesen Sie sie vollständig, denn jetzt kommt der Moment, der zählt. Anschließend geben Sie den Auftrag mit Ihrem TAN-Verfahren frei, und auch dort erscheinen Betrag und Empfänger noch einmal, auf dem Handy oder dem TAN-Generator. Stimmt alles, bestätigen Sie, und der Auftrag ist unterwegs.

Warum so viel Prüferei? Weil eine Überweisung endgültig ist. Anders als eine Lastschrift, die Sie acht Wochen lang zurückgeben können (dazu mehr in der nächsten Lektion), lässt sich überwiesenes Geld nicht zurückrufen. Bei einem Irrtum kann Ihre Bank den Empfänger nur um Rücküberweisung bitten. Seit einiger Zeit gibt es dafür eine zusätzliche Sicherung: Banken gleichen beim Absenden den eingegebenen Namen mit der IBAN ab und warnen, wenn beides nicht zusammenpasst. Nehmen Sie diese Warnung ernst, sie fängt Tippfehler und untergeschobene Kontonummern ab.

Noch zwei Kleinigkeiten aus dem Formular: Ein Ausführungsdatum lässt die Überweisung erst an einem Wunschtag starten. Und die Echtzeitüberweisung bringt das Geld in Sekunden statt bis zum nächsten Bankarbeitstag ans Ziel, sie ist inzwischen bei den meisten Banken ohne Aufpreis dabei. Wichtig zu wissen: Gerade weil sie sofort ankommt, ist sie genauso endgültig.

Die gefahrlose Übung: 1 Cent an sich selbst

Am besten lernt sich das Ganze durch einmal Selbermachen, und dafür gibt es eine völlig risikofreie Übung: Überweisen Sie 1 Cent an ein eigenes zweites Konto, etwa Ihr Sparkonto bei derselben Bank, oder an das Konto eines Angehörigen, den Sie vorher einweihen. Selbst im schlimmsten Fall kann dabei genau ein Cent verloren gehen.

  1. Legen Sie die IBAN des Zielkontos bereit, vom Auszug oder aus den Unterlagen.
  2. Öffnen Sie im Online-Banking die Überweisung und füllen Sie die vier Felder aus: Name, IBAN, Betrag 0,01 Euro, Verwendungszweck „Test“.
  3. Lesen Sie die Übersichtsseite vollständig und geben Sie den Auftrag mit Ihrer TAN frei. Achten Sie bewusst darauf, dass Betrag und IBAN in der Freigabe-Anzeige mit Ihrem Auftrag übereinstimmen, genau dieses Hinschauen üben Sie hier.
  4. Prüfen Sie in den nächsten Tagen die Umsätze beider Konten: 1 Cent raus, 1 Cent drauf. Geschafft.

Wenn Sie mögen, wiederholen Sie die Übung als Echtzeitüberweisung und sehen zu, wie der Cent in Sekunden ankommt.

Merksatz: Name, IBAN, Betrag, Verwendungszweck, dann alles lesen und erst zum Schluss freigeben. Eine Überweisung ist endgültig, darum gehört die Sorgfalt vor die TAN, nicht dahinter.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist die IBAN?

Frage 2 von 3: Warum sollte man eine Überweisung besonders sorgfältig prüfen, bevor man sie freigibt?

Frage 3 von 3: Beim Absenden meldet die Bank, dass der eingegebene Name nicht zum Konto der IBAN passt. Was bedeutet das?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

Alle Angaben ohne Gewähr. Wir prüfen die Inhalte sorgfältig, aber Abläufe, Preise, Gesetze und Bildschirme ändern sich. Bevor Sie etwas Wichtiges entscheiden — etwa bei Geld, Verträgen, Gesundheit oder Behörden —, informieren Sie sich bitte unbedingt selbst direkt beim Anbieter oder bei der zuständigen Stelle.