Die Felder einer Überweisung
Eine Überweisung ist Ihr Auftrag an die Bank: „Buche diesen Betrag von meinem Konto auf ein anderes.“ Im Online-Banking finden Sie sie unter „Überweisung“ oder „Geld senden“. Das Formular hat vier Felder, die immer gleich sind:
- Name des Empfängers, so wie er auf der Rechnung steht.
- IBAN des Empfängers. IBAN steht für internationale Kontonummer, die einheitliche Schreibweise für ganz Europa. Deutsche IBANs beginnen mit DE und sind 22 Zeichen lang, zum Beispiel DE89 3704 0044 0532 0130 00. Sie brauchen die IBAN nicht zu verstehen, nur richtig zu übertragen, und dabei hilft ein eingebauter Schutz: In der IBAN stecken Prüfziffern, mit denen das Formular die meisten Tippfehler sofort erkennt und anmeckert. Ein Zahlendreher landet also praktisch nie auf einem fremden Konto, sondern in einer Fehlermeldung.
- Betrag in Euro, mit Komma für die Cent.
- Verwendungszweck. Hier hinein gehört, was der Empfänger zum Zuordnen braucht, bei Rechnungen die Rechnungs- oder Kundennummer. Das Feld darf auch leer bleiben, etwa bei Geld an Angehörige.
Tipp fürs Abtippen: Übertragen Sie die IBAN in Ruhe abschnittsweise und vergleichen Sie sie danach noch einmal mit der Vorlage. Bei Rechnungen, die per E-Mail kamen, gilt besondere Vorsicht, denn gefälschte Rechnungen mit ausgetauschter IBAN sind eine bekannte Betrugsmasche. Im Zweifel die Kontodaten mit einer früheren Rechnung oder der Website des Anbieters vergleichen.
Prüfen und freigeben
Nach dem Ausfüllen zeigt die Bank eine Übersichtsseite: alle Angaben noch einmal auf einen Blick. Lesen Sie sie vollständig, denn jetzt kommt der Moment, der zählt. Anschließend geben Sie den Auftrag mit Ihrem TAN-Verfahren frei, und auch dort erscheinen Betrag und Empfänger noch einmal, auf dem Handy oder dem TAN-Generator. Stimmt alles, bestätigen Sie, und der Auftrag ist unterwegs.
Warum so viel Prüferei? Weil eine Überweisung endgültig ist. Anders als eine Lastschrift, die Sie acht Wochen lang zurückgeben können (dazu mehr in der nächsten Lektion), lässt sich überwiesenes Geld nicht zurückrufen. Bei einem Irrtum kann Ihre Bank den Empfänger nur um Rücküberweisung bitten. Seit einiger Zeit gibt es dafür eine zusätzliche Sicherung: Banken gleichen beim Absenden den eingegebenen Namen mit der IBAN ab und warnen, wenn beides nicht zusammenpasst. Nehmen Sie diese Warnung ernst, sie fängt Tippfehler und untergeschobene Kontonummern ab.
Noch zwei Kleinigkeiten aus dem Formular: Ein Ausführungsdatum lässt die Überweisung erst an einem Wunschtag starten. Und die Echtzeitüberweisung bringt das Geld in Sekunden statt bis zum nächsten Bankarbeitstag ans Ziel, sie ist inzwischen bei den meisten Banken ohne Aufpreis dabei. Wichtig zu wissen: Gerade weil sie sofort ankommt, ist sie genauso endgültig.
Die gefahrlose Übung: 1 Cent an sich selbst
Am besten lernt sich das Ganze durch einmal Selbermachen, und dafür gibt es eine völlig risikofreie Übung: Überweisen Sie 1 Cent an ein eigenes zweites Konto, etwa Ihr Sparkonto bei derselben Bank, oder an das Konto eines Angehörigen, den Sie vorher einweihen. Selbst im schlimmsten Fall kann dabei genau ein Cent verloren gehen.
- Legen Sie die IBAN des Zielkontos bereit, vom Auszug oder aus den Unterlagen.
- Öffnen Sie im Online-Banking die Überweisung und füllen Sie die vier Felder aus: Name, IBAN, Betrag 0,01 Euro, Verwendungszweck „Test“.
- Lesen Sie die Übersichtsseite vollständig und geben Sie den Auftrag mit Ihrer TAN frei. Achten Sie bewusst darauf, dass Betrag und IBAN in der Freigabe-Anzeige mit Ihrem Auftrag übereinstimmen, genau dieses Hinschauen üben Sie hier.
- Prüfen Sie in den nächsten Tagen die Umsätze beider Konten: 1 Cent raus, 1 Cent drauf. Geschafft.
Wenn Sie mögen, wiederholen Sie die Übung als Echtzeitüberweisung und sehen zu, wie der Cent in Sekunden ankommt.
Merksatz: Name, IBAN, Betrag, Verwendungszweck, dann alles lesen und erst zum Schluss freigeben. Eine Überweisung ist endgültig, darum gehört die Sorgfalt vor die TAN, nicht dahinter.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Überweisung braucht Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck.
- Die IBAN ist die internationale Kontonummer, 22 Zeichen, beginnend mit DE; Prüfziffern fangen Tippfehler ab.
- Überwiesenes Geld lässt sich nicht zurückrufen, deshalb vor der Freigabe alles lesen.
- Die Warnung „Name passt nicht zur IBAN“ ernst nehmen, sie schützt vor Fehlern und Betrug.
- Rechnungen aus E-Mails besonders prüfen, ausgetauschte IBANs sind eine bekannte Masche.
- Gefahrlos üben: 1 Cent an das eigene Sparkonto überweisen und die Freigabe bewusst durchlesen.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist die IBAN?
Die IBAN ist die einheitliche Kontonummer für ganz Europa. Deutsche IBANs beginnen mit DE und sind 22 Zeichen lang. Eingebaute Prüfziffern lassen die meisten Tippfehler sofort auffliegen.
Frage 2 von 3: Warum sollte man eine Überweisung besonders sorgfältig prüfen, bevor man sie freigibt?
Eine ausgeführte Überweisung lässt sich nicht zurückrufen. Bei Fehlern kann die Bank nur eine Rücküberweisung beim Empfänger anfragen, der muss aber nicht zustimmen. Deshalb: vor der Freigabe lesen.
Frage 3 von 3: Beim Absenden meldet die Bank, dass der eingegebene Name nicht zum Konto der IBAN passt. Was bedeutet das?
Banken gleichen inzwischen Name und IBAN ab. Eine Abweichung kann ein Tippfehler sein, aber auch ein Betrugsversuch mit untergeschobener Kontonummer, etwa aus einer gefälschten Rechnung. Erst klären, dann überweisen.