Lektion 6 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 8 Minuten

Amtliche Post von Betrug unterscheiden

Warum sich Betrüger als Amt verkleiden

Behördenpost hat eine besondere Wirkung: Wenn das Finanzamt, die Polizei oder der Zoll schreibt, gehorchen die meisten Menschen erst und denken später. Genau diese anerzogene Folgsamkeit nutzen Betrüger aus, sie leihen sich die Autorität des Staates. Die gute Nachricht aus dem Banking-Kurs gilt auch hier: Echte Behörden folgen festen Regeln, und die Maschen der Betrüger brechen sie zuverlässig.

Woran Sie echte Behördenpost erkennen

Echte amtliche Kommunikation hat wiederkehrende Merkmale:

Die häufigsten Verkleidungen

Dieselben Maschen tauchen seit Jahren in wechselndem Gewand auf. Die wichtigsten:

Der Prüfweg für jeden Zweifelsfall

Sie müssen nie unter Druck entscheiden, ob etwas echt ist. Der Weg ist immer derselbe, und er dauert nur Minuten:

  1. Nicht über die Nachricht selbst reagieren. Keinen Link antippen, keinen Anhang öffnen, nicht auf die Nummer im Brief oder Display zurückrufen, denn all das kann zum Betrüger führen.
  2. Die Behörde selbst kontaktieren, über einen selbst herausgesuchten Weg: die offizielle Website, eine bekannte Telefonnummer oder die Behördennummer 115, die Sie mit Ihrer Stadtverwaltung verbindet. Nennen Sie das Aktenzeichen und fragen Sie, ob der Vorgang existiert.
  3. Zeit nehmen ist erlaubt. Echte Behörden setzen Fristen von Wochen und nennen Widerspruchswege. Alles, was „heute noch“ erledigt sein soll, hat sich damit schon verraten.

Und falls doch einmal Geld geflossen oder Daten preisgegeben sind: Bank anrufen beziehungsweise Karten über die 116 116 sperren lassen, Anzeige bei der Polizei erstatten, das geht online über die Internetwache Ihres Bundeslands, und die Schritt-für-Schritt-Hilfe auf der Notfall-Seite dieser Plattform nutzen.

Merksatz: Echte Ämter schreiben Briefe mit Aktenzeichen, Begründung und Widerspruchsbelehrung und lassen Ihnen Zeit. Zahl-Links, Drohanrufe und Sofort-Fristen sind Betrug, geprüft wird immer über den selbst gesuchten Kontakt, etwa die 115.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Eine E-Mail angeblich vom Zoll fordert Sie auf, für ein festgehaltenes Paket 3 Euro über einen Link zu zahlen. Wie ordnen Sie das ein?

Frage 2 von 3: Am Telefon meldet sich „Europol“: Ihre Identität sei gestohlen worden, Sie müssten Ihr Geld auf ein sicheres Konto übertragen. Was stimmt?

Frage 3 von 3: Ein Brief mit Amtslogo verlangt eine ungewöhnliche Zahlung, und Sie sind unsicher, ob er echt ist. Was ist der beste Weg?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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