Eine Familie mit vielen Gesichtern
Ein Textprogramm (auch Textverarbeitung genannt) ist das digitale Blatt Papier: ein Programm, in dem Sie Briefe, Einladungen, Listen und Bewerbungen schreiben und gestalten. Die bekanntesten Vertreter: Word von Microsoft, der kostenlose LibreOffice Writer und Google Docs, das im Browser läuft. Das sind Beispiele, keine Empfehlung — und die gute Nachricht dieses Kurses lautet: Es ist beinahe egal, welches Sie nutzen.
Denn so verschieden die Namen sind, so gleich ist der Aufbau. Überall finden Sie eine große weiße Schreibfläche, darüber eine Werkzeugleiste mit Knöpfen für Schriftart, Fettdruck und Aufzählungen, und ein Menü zum Speichern und Drucken. Wer einmal verstanden hat, was Formatieren, Absätze und Vorlagen sind, findet die passenden Knöpfe in jedem Programm. Genau deshalb lernen Sie in diesem Kurs Konzepte statt Klickwege.
Drei Wege zum Textprogramm
Die Programme unterscheiden sich weniger im Können als im Weg, auf dem sie zu Ihnen kommen:
- Installiert und kostenlos: Programme wie LibreOffice Writer laden Sie einmal herunter und installieren sie. Sie funktionieren dann ohne Internet, und Ihre Dokumente liegen als Dateien auf Ihrem Computer. Kostenlos heißt hier wirklich kostenlos — solche Programme werden von Gemeinschaften entwickelt und finanzieren sich über Spenden.
- Installiert im Abo: Word und seine Geschwister gibt es heute meist im Abo für einen Monatsbetrag, oft gebündelt mit Tabellen- und Präsentationsprogramm. Word ist in Büros der Standard — für den Hausgebrauch ist es gut, aber nicht nötig.
- Im Browser: Google Docs und ähnliche Dienste laufen als Webseite — nichts wird installiert, gespeichert wird automatisch in der Cloud des Anbieters. Das koppelt das Dokument an Ihr Konto statt an Ihren Computer und macht das gemeinsame Arbeiten leicht. Dafür brauchen Sie in der Regel eine Internetverbindung, und es gilt, was Sie aus dem Cloud-Kurs wissen: Das Konto ist der Schlüssel.
Auch das Dateiformat ist kein Hindernis mehr: Das verbreitete Word-Format (Dateiendung .docx) können heute praktisch alle Programme öffnen und speichern. Kleine Verschiebungen im Aussehen kommen beim Programmwechsel vor, Ihr Text geht dabei aber nicht verloren.
Welches denn nun?
Die ehrliche Antwort: Für Briefe, Einladungen und Bewerbungen taugt jedes der genannten. Entscheiden Sie nach Ihrer Lage — ist auf Ihrem Computer bereits ein Textprogramm vorhanden, nutzen Sie das. Wollen Sie nichts ausgeben, ist ein kostenloses installiertes Programm oder der Browser-Weg gut. Schreiben Sie viel gemeinsam mit anderen, hat der Browser-Weg die Nase vorn. Ein teures Abo nur für zwei Briefe im Jahr braucht niemand.
Merksatz: Bleiben Sie bei einem Programm, statt zu wechseln. Nicht weil die anderen schlechter wären — sondern weil die Handgriffe in die Finger übergehen sollen, wie beim vertrauten Auto.
Das Wichtigste in Kürze
- Textprogramme gestalten Briefe, Listen und Bewerbungen — Word, LibreOffice Writer und Google Docs sind bekannte Beispiele.
- Der Aufbau ist überall gleich: Schreibfläche, Werkzeugleiste, Menü — deshalb lernen wir Konzepte statt Klickwege.
- Drei Wege: kostenlos installiert, im Abo installiert, oder im Browser mit Speicherung in der Cloud.
- Das .docx-Format verstehen heute praktisch alle Programme.
- Für den Hausgebrauch reichen die kostenlosen Wege — wählen Sie eines und bleiben Sie dabei.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was haben Word, LibreOffice Writer und Google Docs gemeinsam?
Die Programme unterscheiden sich in Details, aber die Grundbedienung ist überall gleich. Wer die Muster kennt, findet sich in jedem Textprogramm zurecht.
Frage 2 von 3: Was ist der Unterschied zwischen einem installierten Programm und einem Programm im Browser?
Ein installiertes Programm wie LibreOffice Writer funktioniert auch ohne Internet. Ein Browser-Programm wie Google Docs läuft auf der Webseite des Anbieters und speichert in dessen Cloud.
Frage 3 von 3: Sie wollen gelegentlich Briefe schreiben und möchten nichts ausgeben. Was ist ein gangbarer Weg?
Für Briefe und Alltagsdokumente reichen die kostenlosen Wege völlig aus. Teure Abos lohnen sich erst bei besonderen Anforderungen.