Erst der Text, dann die Schönheit
Öffnen Sie ein neues Dokument, blinkt auf der weißen Fläche ein senkrechter Strich: die Einfügemarke (auch Cursor genannt). Sie zeigt, wo das nächste Zeichen erscheint. Und dann: einfach schreiben. Ein bewährter Rat für alles Weitere lautet: Erst schreiben, dann gestalten. Bringen Sie zuerst den Inhalt auf die Seite, kümmern Sie sich danach um Schrift und Aussehen — das ist schneller und das Ergebnis wird einheitlicher, als jedes Wort einzeln zu verzieren.
Zwei Dinge nehmen dem leeren Blatt den Schrecken. Erstens: Nichts ist endgültig. Die Rückgängig-Funktion — der geschwungene Pfeil in der Werkzeugleiste oder die Tastenkombination Strg und Z — nimmt den letzten Schritt zurück, und auf mehrmaliges Drücken auch viele davor. Zweitens kennen Sie das Wichtigste schon: Markieren, Kopieren und Einfügen aus dem Einsteigerkurs funktionieren hier genau gleich.
Die Sache mit der Eingabetaste
Ein Missverständnis stammt noch aus der Schreibmaschinenzeit: dort musste man am Zeilenende den Wagen zurückschieben. Ein Textprogramm bricht Zeilen von selbst um — schreiben Sie einfach weiter, das Wort rutscht automatisch in die nächste Zeile. Die Eingabetaste hat eine andere, wichtigere Aufgabe: Sie beendet einen Absatz.
Ein Absatz ist ein Sinnabschnitt — mehrere Sätze, die zusammengehören, wie die Absätze in dieser Lektion. Für das Programm ist der Absatz die Grundeinheit der Gestaltung: Ausrichtung und Abstände gelten immer für ganze Absätze. Wer die Eingabetaste an jedem Zeilenende drückt, zerhackt seinen Text in lauter Mini-Absätze — und sobald sich ein Wort ändert oder die Schrift größer wird, brechen die Zeilen an den falschen Stellen. Also: Eingabetaste nur, wenn ein neuer Gedanke beginnt.
Formatieren: erst markieren, dann gestalten
Formatieren heißt, dem Text ein Aussehen zu geben. Die Grundregel kennen Sie im Kern schon: Erst markieren, dann gestalten. Sie markieren den Text, um den es geht, und klicken dann auf das passende Werkzeug. Die wichtigsten finden Sie in jeder Werkzeugleiste, meist als Buchstaben-Knöpfe:
- Fett (ein dickes B oder F): für Hervorhebungen — sparsam eingesetzt am wirksamsten.
- Kursiv (ein schräges I oder K): schräg gestellte Schrift, etwa für Titel oder Zitate.
- Unterstrichen (ein U): heute selten sinnvoll, weil Unterstrichenes im Digitalen wie ein Link aussieht.
- Schriftart und Schriftgröße: zwei Auswahlfelder, meist links in der Leiste. Für Briefe gilt: eine gut lesbare Schrift, Größe 11 oder 12, und beim ganzen Dokument bei einer Schriftart bleiben.
- Ausrichtung: linksbündig (der Normalfall), zentriert (für Überschriften und Einladungen), Blocksatz (beide Ränder glatt, wie in der Zeitung).
Alles davon ist jederzeit umkehrbar: anders markieren, anders klicken — oder Strg und Z.
Merksatz: Legen Sie ein Übungsdokument an und spielen Sie fünf Minuten: ein paar Sätze schreiben, Wörter fett machen, die Ausrichtung wechseln, alles rückgängig machen. In einem Übungsdokument kann nichts passieren — und die Handgriffe sitzen danach.
Das Wichtigste in Kürze
- Erst schreiben, dann gestalten — Inhalt vor Schönheit.
- Das Programm bricht Zeilen selbst um; die Eingabetaste ist nur für neue Absätze da.
- Formatieren folgt immer dem Muster: erst markieren, dann Werkzeug anklicken.
- Fett sparsam, eine Schriftart pro Dokument, Größe 11 oder 12 für Briefe.
- Strg und Z macht jeden Schritt rückgängig — die wichtigste Kombination für angstfreies Arbeiten.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie machen Sie ein bereits geschriebenes Wort fett?
Es gilt die Grundregel jedes Textprogramms: erst markieren, dann gestalten. Ohne Markierung weiß das Programm nicht, welchen Text Sie meinen.
Frage 2 von 3: Wann drücken Sie beim Schreiben die Eingabetaste?
Das Programm bricht Zeilen von selbst um. Die Eingabetaste beendet einen Absatz — wer sie an jedem Zeilenende drückt, bekommt später Probleme, sobald sich am Text etwas ändert.
Frage 3 von 3: Sie haben versehentlich einen ganzen Absatz gelöscht. Was ist der schnellste Ausweg?
Rückgängig nimmt den letzten Schritt zurück — und auf Wunsch auch viele Schritte davor. Es ist die wichtigste Taste für angstfreies Arbeiten.