Lektion 4 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 8 Minuten

Erste Formeln: Summe, Mittelwert, Prozent

Das Gleichheitszeichen weckt den Rechner

Bisher haben Sie Zahlen eingetragen — jetzt bringen Sie die Tabelle zum Rechnen. Eine Formel ist eine Rechenanweisung in einer Zelle, und sie beginnt immer mit dem Gleichheitszeichen. Das = ist das Weckzeichen für das Programm: „Achtung, jetzt kommt etwas zum Ausrechnen, kein gewöhnlicher Text.“

Probieren Sie es aus: Tippen Sie in eine leere Zelle =3+4 und drücken Sie die Eingabetaste. In der Zelle erscheint 7. Die Zelle zeigt das Ergebnis; die Formel selbst sehen Sie weiterhin in der Eingabezeile über dem Blatt, wenn die Zelle ausgewählt ist. Vergessen Sie das Gleichheitszeichen, steht dagegen wörtlich „3+4“ in der Zelle — daran erkennen Sie den häufigsten Anfängerfehler sofort.

Die Rechenzeichen auf der Tastatur: + und - wie gewohnt, * (Sternchen) für mal, / (Schrägstrich) für geteilt.

Mit Zelladressen rechnen — der eigentliche Trick

Richtig stark werden Formeln, wenn Sie statt Zahlen die Zelladressen aus Lektion 2 verwenden. Steht in B2 der Betrag 40 und in B3 der Betrag 25, dann liefert =B2+B3 das Ergebnis 65. Der Unterschied zum Taschenrechner: Die Formel merkt sich nicht die Zahlen, sondern die Orte. Ändern Sie B2 später auf 50, zeigt die Ergebniszelle wie von Geisterhand 75 — ohne dass Sie irgendetwas neu rechnen.

Genau dafür sind Tabellenprogramme gebaut. Tragen Sie Zahlen deshalb immer in eigene Zellen ein und rechnen Sie mit den Adressen, nicht mit eingetippten Zahlen in der Formel.

SUMME und MITTELWERT: Funktionen für ganze Bereiche

Zehn Monatsausgaben mit =B2+B3+B4+... zu addieren wäre mühsam. Dafür gibt es Funktionen — fertige Rechenhelfer mit Namen. Die wichtigste heißt SUMME:

=SUMME(B2:B9)

Das liest sich so: Addiere alles von Zelle B2 bis Zelle B9. Der Doppelpunkt bedeutet „bis“ und beschreibt einen ganzen Bereich. In die runden Klammern kommt also, was zusammengerechnet werden soll. In deutschsprachigen Programmen heißen die Funktionen deutsch: SUMME, MITTELWERT und so weiter; Groß- oder Kleinschreibung spielt keine Rolle, das Programm korrigiert das selbst. Statt den Bereich zu tippen, können Sie ihn nach der geöffneten Klammer auch mit der Maus über die Zellen ziehen — das Programm setzt die Adressen dann für Sie ein.

Nach demselben Muster arbeitet MITTELWERT, also der Durchschnitt:

=MITTELWERT(B2:B9)

Das ergibt zum Beispiel Ihre durchschnittlichen Monatsausgaben. Viele Programme zeigen Ihnen übrigens eine Vorschau: Markieren Sie ein paar Zahlenzellen, erscheint unten am Fensterrand oft schon deren Summe und Durchschnitt — praktisch zum schnellen Nachschauen ohne Formel.

Prozente ausrechnen: Teil geteilt durch Ganzes

Für Prozentrechnung brauchen Sie keine eigene Funktion, nur einen Merksatz: Teil geteilt durch Ganzes. Angenommen, in B2 stehen Ihre Lebensmittelausgaben (300) und in B10 die Gesamtausgaben (1.200). Dann rechnet

=B2/B10

den Anteil aus: 0,25. Weisen Sie der Ergebniszelle das Prozentformat aus der letzten Lektion zu, wird daraus die verständliche Anzeige 25 %. Format und Formel arbeiten hier Hand in Hand: Die Formel liefert den Wert, das Format macht ihn lesbar.

Und wenn einmal etwas Seltsames in der Zelle steht, etwa #DIV/0! oder #NAME? — keine Sorge. Das sind nur Hinweise des Programms: geteilt durch null beziehungsweise Funktionsname vertippt. Formel per Doppelklick öffnen, nachbessern, fertig.

Merksatz: Jede Formel beginnt mit =, und =SUMME(B2:B9) addiert den ganzen Bereich von B2 bis B9 — der Doppelpunkt heißt „bis“.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Womit beginnt jede Formel in einem Tabellenprogramm?

Frage 2 von 3: Welche Formel addiert alle Zahlen von B2 bis B9 auf einmal?

Frage 3 von 3: Der große Vorteil einer Formel mit Zelladressen (statt eingetippter Zahlen) ist:

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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