Lektion 6 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 8 Minuten

Praxisprojekt Haushaltsbuch

Ihr erstes richtiges Projekt

Jetzt fügen Sie alles zusammen: Zellen und Adressen, Formate, Formeln, Sortieren und Filtern. Das Ergebnis ist ein Haushaltsbuch — eine Liste aller Ausgaben eines Monats mit automatischer Auswertung. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, öffnen Sie Ihr Tabellenprogramm mit einem leeren Blatt und bauen Sie einfach mit. Wir verwenden erfundene Beispielzahlen; später ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen.

Schritt 1: Die Kopfzeile

Tragen Sie in die erste Zeile vier Überschriften ein:

Die Regel dahinter kennen Sie aus der letzten Lektion: eine Zeile je Ausgabe, eine Spalte je Angabe. Die Kategorie (etwa Lebensmittel, Wohnen, Freizeit) wirkt zunächst wie Mehraufwand — sie ist aber der Schlüssel für die Auswertung am Ende. Bewährt haben sich fünf bis acht grobe Kategorien; zu feine Unterteilung macht nur Arbeit.

Schritt 2: Beispielausgaben erfassen

Tragen Sie nun diese acht Ausgaben ein, Zeile für Zeile ab Zeile 2 — Datum in Spalte A, den nackten Betrag ohne Eurozeichen in Spalte B, dann Kategorie und Zweck:

Datum Betrag Kategorie Zweck
01.03. 650 Wohnen Miete
03.03. 85,50 Lebensmittel Wocheneinkauf
07.03. 42 Freizeit Kino und Eis
10.03. 92,30 Lebensmittel Wocheneinkauf
14.03. 60 Gesundheit Brillenreparatur
18.03. 78,90 Lebensmittel Wocheneinkauf
22.03. 35 Freizeit Vereinsbeitrag
27.03. 86,30 Lebensmittel Wocheneinkauf

Markieren Sie anschließend die Betragszellen B2 bis B9 und weisen Sie ihnen das Währungsformat zu — aus 650 wird 650,00 €. Wenn eine Spalte zu schmal ist und Rauten zeigt: Spaltengrenze im Kopf doppelt anklicken, dann passt sie sich an.

Schritt 3: Die Auswertung mit Formeln

Jetzt kommt der Teil, den kein Papier-Haushaltsbuch kann. Schreiben Sie in Spalte A unter die Liste die Beschriftungen und daneben in Spalte B die Formeln:

Kommen bei Ihnen dieselben Zahlen heraus? Dann stimmt alles. Falls nicht, prüfen Sie die Beträge in Spalte B: Stehen alle rechtsbündig? Ein linksbündiger Betrag ist als Text gespeichert und fehlt in der Summe — Zelle neu eintippen, nur die Zahl, und die Auswertung springt um.

Nun das Budget: Schreiben Sie in A15 Monatsbudget und in B15 die Zahl 1400, ebenfalls als Währung formatiert. In A16 schreiben Sie Übrig und in B16 die Formel =B15-B11. Ergebnis: 270,00 €. Und in B17 können Sie mit =B11/B15 und dem Prozentformat sehen, dass Sie rund 81 % des Budgets verbraucht haben.

Schritt 4: Auswerten mit Sortieren und Filtern

Zwei Fragen beantwortet Ihr Haushaltsbuch jetzt auf Knopfdruck. Erstens: Was waren die größten Posten? Klicken Sie in die Tabelle und sortieren Sie nach der Betragsspalte absteigend — die Miete steht oben, danach die Wocheneinkäufe. Zweitens: Was kosten die Lebensmittel insgesamt? Schalten Sie den Filter ein, wählen Sie im Pfeilknopf der Kategorie-Spalte nur „Lebensmittel“ und markieren Sie die vier sichtbaren Beträge: Unten am Fensterrand lesen Sie die Summe ab — 343,00 €, knapp ein Drittel der Monatsausgaben. Danach den Filter wieder aufheben, und die volle Liste ist zurück.

Schritt 5: Speichern und weiterführen

Speichern Sie die Datei unter einem sprechenden Namen, etwa „Haushaltsbuch 2026“. Wer mag, legt je Monat ein eigenes Tabellenblatt an — die Reiter dafür finden Sie am unteren Rand des Fensters. Und dann beginnt der eigentliche Nutzen: Tragen Sie einen Monat lang jede Ausgabe ein, am besten immer gleich oder einmal pro Woche gesammelt vom Kontoauszug. Die Formeln müssen Sie nie wieder anfassen; jede neue Zahl fließt automatisch in Summe, Durchschnitt und Budget ein. Nach zwei, drei Monaten sehen Sie schwarz auf weiß, wohin Ihr Geld geht — und genau dafür haben Sie diesen Kurs gemacht.

Merksatz: Eine Zeile je Ausgabe, Formeln einmal anlegen — danach wertet sich das Haushaltsbuch bei jeder neuen Zahl von selbst aus.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Warum bekommt im Haushaltsbuch jede Ausgabe eine eigene Zeile mit Datum, Kategorie, Zweck und Betrag?

Frage 2 von 3: Die Monatssumme steht in B11 (1.130 €), Ihr Monatsbudget in B15 (1.400 €). Welche Formel zeigt, wie viel Geld übrig bleibt?

Frage 3 von 3: Sie tragen nachträglich eine vergessene Ausgabe von 40 € ein — innerhalb des Bereichs, über den die SUMME-Formel geht. Was passiert mit der Monatssumme?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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