Lektion 2 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Zellen, Zeilen, Spalten

Jede Zelle hat eine Adresse

Das karierte Blatt eines Tabellenprogramms besteht aus Spalten und Zeilen. Die Spalten laufen senkrecht und tragen Buchstaben: A, B, C und so weiter. Die Zeilen laufen waagerecht und tragen Nummern: 1, 2, 3 und so weiter. Jedes einzelne Kästchen heißt Zelle, und wo sich Spalte und Zeile kreuzen, entsteht ihre Adresse — wie beim Spiel „Schiffe versenken“ oder auf dem Schachbrett. Die Zelle in Spalte B, Zeile 3 heißt also B3.

Diese Adressen sind keine Spielerei. Sie sind später der Schlüssel zu den Formeln: Statt „addiere die Zahl von oben links“ sagen Sie dem Programm „addiere B2 und B3“. Merken Sie sich die Reihenfolge: erst der Buchstabe, dann die Zahl.

Eintragen, bestätigen, korrigieren

So kommt ein Inhalt in eine Zelle: Sie klicken die Zelle an — sie bekommt einen sichtbaren Rahmen und ist damit ausgewählt. Dann tippen Sie einfach los und bestätigen mit der Eingabetaste. Der Rahmen springt danach eine Zeile tiefer, sodass Sie bequem Listen untereinander eintragen können. Mit der Tabulatortaste geht es stattdessen nach rechts, mit den Pfeiltasten bewegen Sie sich in alle Richtungen.

Zum Korrigieren gibt es zwei Wege. Der einfachste: Zelle anklicken und neu tippen — der alte Inhalt wird komplett ersetzt. Wollen Sie nur ein Zeichen ändern, öffnen Sie die Zelle mit einem Doppelklick und bessern nach. Und wie überall gilt: „Rückgängig“ (der geschwungene Pfeil oder die Tastenkombination Strg und Z) nimmt den letzten Schritt zurück.

Ein Hinweis, der Anfänger oft verwirrt: Was Sie in der Zelle sehen und was wirklich drinsteht, kann sich unterscheiden. Oberhalb des Blatts gibt es eine schmale Eingabezeile (auch Bearbeitungsleiste genannt). Sie zeigt immer den echten Inhalt der ausgewählten Zelle. Bei Formeln wird das später wichtig: Die Zelle zeigt das Ergebnis, die Eingabezeile die Formel.

Tabellenprogramme unterscheiden von selbst zwischen Text und Zahlen. Sie erkennen das an der Ausrichtung: Text steht in der Zelle links, Zahlen stehen rechts. Das ist mehr als Kosmetik — nur mit echten Zahlen kann das Programm rechnen. Steht eine Zahl unerwartet links, hat das Programm sie als Text verstanden, etwa weil ein Leerzeichen oder ein Buchstabe mit hineingerutscht ist. Werfen Sie im Zweifel einen Blick darauf, bevor Sie sich später über eine Formel wundern, die nicht rechnet.

Spalten breiter machen, Zeilen und Spalten einfügen

Passt ein Inhalt nicht in die Zelle, wird Text rechts abgeschnitten, und bei Zahlen zeigen manche Programme Rauten (####). Keine Sorge: Der Inhalt ist vollständig da, nur die Anzeige ist zu schmal. Fahren Sie mit der Maus im Spaltenkopf auf die Grenze zwischen zwei Buchstaben — der Zeiger wird zum Doppelpfeil — und ziehen Sie die Spalte breiter. Ein Doppelklick auf diese Grenze passt die Breite automatisch an den längsten Inhalt an.

Auch nachträgliche Änderungen sind kein Problem: Mit einem Rechtsklick auf einen Zeilen- oder Spaltenkopf können Sie ganze Zeilen und Spalten einfügen oder löschen. Sie müssen eine Tabelle also nie perfekt planen — vergessene Spalten lassen sich jederzeit nachschieben.

Merksatz: Spaltenbuchstabe plus Zeilennummer ergibt die Zelladresse — B3 ist die Zelle in Spalte B, Zeile 3. Diese Adressen sind später die Sprache der Formeln.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Wie lautet die Adresse der Zelle in Spalte B und Zeile 3?

Frage 2 von 3: Sie haben sich in einer Zelle vertippt und es bereits mit der Eingabetaste bestätigt. Was ist der einfachste Weg zur Korrektur?

Frage 3 von 3: Eine Spalte ist zu schmal, statt der Zahl sehen Sie nur Rauten (####) oder abgeschnittenen Text. Was bedeutet das?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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