Der Stellenmarkt ist ins Internet umgezogen
Früher las man Stellenanzeigen samstags in der Zeitung — heute stehen sie in Jobbörsen: Webseiten, auf denen Arbeitgeber ihre offenen Stellen veröffentlichen. Der Vorteil für Sie ist enorm: Statt einer Zeitungsseite durchsuchen Sie Zehntausende Angebote, gezielt nach Beruf und Wohnort, und das täglich aktuell und kostenlos.
Bekannte Jobbörsen sind zum Beispiel Indeed und StepStone; daneben gibt es viele weitere sowie spezialisierte Börsen für einzelne Branchen. Welche Sie nutzen, ist Geschmackssache — die Bedienung folgt überall demselben Muster. Und eine Adresse verdient besondere Erwähnung: die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, dazu gleich mehr.
So funktioniert die Suche
Jede Jobbörse hat zwei zentrale Suchfelder: Was und Wo. In das Was-Feld tragen Sie eine Berufsbezeichnung oder Tätigkeit ein, etwa „Bürokraft“, „Verkäuferin“ oder „Hausmeister“; in das Wo-Feld Ihren Ort, meist mit wählbarem Umkreis wie 25 Kilometer. Nach dem Klick auf „Suchen“ erscheint die Trefferliste.
Zwei Kniffe verbessern die Ergebnisse deutlich. Erstens: Probieren Sie mehrere Suchbegriffe, denn dieselbe Arbeit heißt in Anzeigen unterschiedlich — „Bürokauffrau“, „Kauffrau für Büromanagement“, „Sachbearbeitung“ oder schlicht „Büro“. Wer nur einen Begriff sucht, übersieht Stellen. Zweitens: Nutzen Sie die Filter neben der Trefferliste, um etwa nur Teilzeitstellen, nur unbefristete Stellen oder nur Angebote der letzten Woche anzuzeigen. Filtern kennen Sie dem Prinzip nach schon — es blendet aus, was nicht passt.
Ein realistischer Hinweis: Nicht jede Anzeige ist aktuell, und auf beliebte Stellen bewerben sich viele. Lassen Sie sich von ausbleibenden Antworten nicht entmutigen — das liegt am Verfahren, nicht an Ihrem Wert. Gerade Lebens- und Berufserfahrung, Zuverlässigkeit und Ruhe sind Eigenschaften, die viele Arbeitgeber ausdrücklich suchen.
Suchauftrag: Die Stellen kommen zu Ihnen
Der vielleicht nützlichste Knopf jeder Jobbörse heißt „Suchauftrag speichern“, „Such-Abo“ oder „Job-Alarm“. Damit drehen Sie die Suche um: Sie hinterlegen einmal Ihre Suchbegriffe, den Ort und Ihre E-Mail-Adresse — und die Börse schreibt Ihnen, sobald neue passende Stellen erscheinen. Statt jeden Tag selbst zu suchen, werfen Sie nur noch einen Blick ins Postfach. Meist ist dafür ein kostenloses Konto nötig; es gelten die gewohnten Regeln: starkes Passwort, seriöse E-Mail-Adresse. Und sollte eine Börse zu viele unpassende Mails schicken, lässt sich jeder Suchauftrag mit einem Klick wieder abbestellen.
Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit betreibt unter arbeitsagentur.de eine der größten Stellensammlungen Deutschlands — kostenlos, werbefrei und in einfacher Sprache bedienbar. Die Suche funktioniert wie oben beschrieben: Beruf eingeben, Ort eingeben, filtern, Suchauftrag speichern.
Zwei Besonderheiten machen sie wertvoll. Erstens ist sie mit der Beratung der Agentur verzahnt: Wer arbeitsuchend gemeldet ist, kann dort ein eigenes Bewerberprofil anlegen, das auch die Vermittlungsfachkräfte sehen — Vorschläge kommen dann von beiden Seiten. Zweitens finden Sie auf derselben Seite weitere Dienste: Informationen zu Berufen, zu Weiterbildungen und die Online-Verwaltung Ihrer Anliegen, etwa die Arbeitsuchendmeldung, ohne Gang zum Amt. Für die Anmeldung dort brauchen Sie ein Benutzerkonto; die Zugangsdaten erhalten Sie online oder bei Ihrer örtlichen Agentur. Scheuen Sie sich nicht, dort auch persönlich um Unterstützung zu bitten — Online-Weg und Beratung vor Ort schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich.
Zum Schluss derselbe Warnhinweis wie bei den Portalen: Seriöse Jobbörsen und die Arbeitsagentur verlangen niemals Geld für die Vermittlung und keine Ausweiskopie vorab. Angebliche Traumjobs mit sofortiger Zusage, die nur eine „Gebühr“ oder Ihre Kontodaten brauchen, sind Betrug — löschen und nicht antworten.
Merksatz: Mehrere Suchbegriffe probieren, Filter nutzen und einen Suchauftrag speichern — dann arbeitet die Jobbörse für Sie, nicht umgekehrt. Die Jobbörse der Arbeitsagentur ist kostenlos und ein guter Startpunkt.
Das Wichtigste in Kürze
- Jobbörsen sammeln Stellenanzeigen vieler Arbeitgeber; Suche über „Was“ und „Wo“ mit Umkreis.
- Mehrere Berufsbezeichnungen ausprobieren — dieselbe Stelle heißt oft unterschiedlich.
- Filter grenzen auf Teilzeit, unbefristet oder aktuelle Anzeigen ein.
- Suchauftrag speichern: Neue passende Stellen kommen automatisch per E-Mail.
- Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de) ist groß, kostenlos und mit der persönlichen Beratung verzahnt.
- Nie zahlen, nie Ausweis oder Kontodaten vorab — seriöse Vermittlung ist kostenlos.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Was ist eine Online-Jobbörse?
Jobbörsen sammeln Stellenanzeigen vieler Arbeitgeber an einem Ort. Mit Suchbegriff und Ortsangabe filtern Sie die Angebote, die zu Ihnen passen.
Frage 2 von 3: Was leistet ein gespeicherter Suchauftrag (Such-Abo) in einer Jobbörse?
Ein Suchauftrag dreht die Suche um: Statt täglich selbst zu suchen, meldet sich die Jobbörse bei Ihnen, wenn etwas Passendes neu eingestellt wurde.
Frage 3 von 3: Warum lohnt sich die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit besonders?
Die offizielle Jobbörse unter arbeitsagentur.de gehört zu den größten in Deutschland. Wer bei der Agentur gemeldet ist, kann Profil und Vermittlung direkt damit verbinden.