Lektion 2 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 8 Minuten

Router-Oberfläche öffnen und Zugang absichern

Der Sicherungskasten Ihres Netzes

Jeder Router hat eine eingebaute Einstellungsseite — eine Art Sicherungskasten für Ihr Heimnetz. Dort ändern Sie das WLAN-Passwort, richten ein Gästenetz ein und sehen, welche Geräte verbunden sind. Die gute Nachricht: Sie brauchen dafür keine Software und kein Werkzeug, nur Ihren ganz normalen Browser. In dieser Lektion öffnen Sie diese Seite zum ersten Mal — und sichern gleich ihren Zugang ab.

Die Oberfläche öffnen

Die Einstellungsseite liegt nicht irgendwo im Internet, sondern auf dem Router selbst in Ihrer Wohnung. Sie erreichen sie so:

  1. Verbinden Sie Computer, Tablet oder Handy mit Ihrem Heimnetz — per WLAN oder Kabel.
  2. Öffnen Sie den Browser und tippen Sie die Adresse des Routers in die Adresszeile — dorthin, wo sonst Webadressen stehen. Bei einer Fritzbox ist das fritz.box. Bei anderen Geräten steht die Adresse auf dem Aufkleber an der Unter- oder Rückseite des Routers, oft eine Zahlenfolge wie 192.168.0.1 oder ein Name wie speedport.ip.
  3. Es erscheint eine Anmeldeseite. Das dort verlangte Kennwort steht ebenfalls auf dem Aufkleber — meist als „Gerätepasswort“ oder „Router-Kennwort“ bezeichnet.

Zwei Stolpersteine: Tippen Sie die Adresse wirklich in die Adresszeile, nicht in ein Suchfeld — eine Suche nach „fritz.box“ kann auf fremde Seiten führen, die nur so aussehen wie die Anmeldung. Und wundern Sie sich nicht, wenn der Browser bei einer Zahlenadresse eine Warnung zur Verbindung zeigt: Innerhalb der eigenen vier Wände, zwischen Ihrem Gerät und Ihrem Router, ist das unkritisch.

Zwei Schlüssel für zwei Türen

Hier lohnt eine Unterscheidung, die viele Verwirrung erspart. In Ihrem Heimnetz gibt es zwei verschiedene Kennwörter:

Ihr Besuch bekommt also höchstens den ersten Schlüssel, nie den zweiten. Dass beide auf demselben Aufkleber stehen, ist bequem, aber auch der Grund für den nächsten Abschnitt.

Den Zugang absichern

Bei neueren Routern ist das voreingestellte Kennwort für jedes Gerät einzeln vergeben und damit ein brauchbarer Grundschutz. Trotzdem sprechen zwei Gründe dafür, ein eigenes Router-Kennwort zu setzen: Erstens kann jeder, der den Aufkleber sieht oder schnell fotografiert — Handwerker, Gäste, Feriengäste —, sonst später die Verwaltung Ihres Netzes übernehmen. Zweitens gab es bei manchen älteren Geräten Kennwörter nach vorhersagbarem Muster.

So gehen Sie vor: Suchen Sie in der Oberfläche den Bereich System oder Verwaltung, dort den Punkt mit dem Kennwort (bei der Fritzbox: „System → FRITZ!Box-Benutzer“ bzw. „Anmeldung im Heimnetz“). Vergeben Sie ein neues, langes Kennwort — die Regeln kennen Sie: eher ein langer Satz als ein kurzes Kunstwort. Und jetzt das Wichtigste: Schreiben Sie es auf und heften Sie den Zettel an die Router-Unterlagen oder legen Sie es in Ihren Passwort-Manager. Ein vergessenes Router-Kennwort lässt sich nicht wiederherstellen; dann hilft nur das Zurücksetzen des Geräts auf den Werkszustand, und alle Einstellungen sind weg.

Wenn die Oberfläche beim ersten Besuch Updates anbietet: zugreifen. Router-Updates schließen Sicherheitslücken wie bei jedem anderen Gerät; bei den meisten Modellen lässt sich das automatische Einspielen dauerhaft einschalten — genau das sollten Sie tun.

Merksatz: Die Router-Oberfläche öffnen Sie im Browser über die Adresse vom Aufkleber — und der Zugang dorthin verdient ein eigenes Kennwort, das nicht auf dem Aufkleber steht.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Wie erreichen Sie die Einstellungsseite Ihres Routers?

Frage 2 von 3: Was ist der Unterschied zwischen WLAN-Passwort und Router-Kennwort?

Frage 3 von 3: Warum sollte das Router-Kennwort nicht das voreingestellte vom Aufkleber bleiben, wenn öfter Besuch Ihr WLAN nutzt?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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