Stark und trotzdem merkbar
Sie wissen jetzt, wie ein gutes Passwort aussieht: lang, nicht persönlich, kein einzelnes Wort. Bleibt die Frage: Wie soll man sich so etwas merken? Die Antwort ist die Merksatz-Methode. Sie funktioniert ohne Technik, nur mit Ihrem Kopf, und macht sogar ein bisschen Spaß.
Die Idee: Sie denken sich einen kurzen Satz aus, den nur Sie kennen. Aus diesem Satz bilden Sie das Passwort. Den Satz vergessen Sie nicht, denn er ist ein Bild in Ihrem Kopf. Und das Passwort müssen Sie gar nicht auswendig lernen, Sie leiten es jedes Mal aus dem Satz ab.
Variante 1: Anfangsbuchstaben
Denken Sie sich einen Satz aus, gern etwas schräg, denn Ungewöhnliches merkt man sich besser:
„Mein Kater frisst um 7 gerne Nudeln!“
Nun nehmen Sie von jedem Wort den ersten Buchstaben. Zahlen und Satzzeichen behalten Sie bei. Groß- und Kleinschreibung übernehmen Sie vom Satz:
MKfu7gN!
Das sind 8 Zeichen mit Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahl und Satzzeichen. Für ein besonders wichtiges Konto machen Sie den Satz einfach etwas länger, dann wächst das Passwort mit.
Variante 2: Ganze Wörter aneinanderreihen
Noch einfacher und mindestens genauso stark: Sie schreiben mehrere Wörter direkt hintereinander, am besten als kleinen unsinnigen Satz:
BlauerKaktusTanzt1Walzer!
Das sind 25 Zeichen, also außerordentlich stark. Und trotzdem können Sie es sich merken, weil vor Ihrem inneren Auge ein Bild entsteht: ein blauer Kaktus, der Walzer tanzt. Je alberner das Bild, desto besser bleibt es im Kopf.
Worauf Sie achten sollten
- Erfinden Sie den Satz selbst. Bekannte Sprichwörter, Liedzeilen oder Gedichte stehen in den Wortlisten der Knack-Programme. „Morgenstund hat Gold im Mund“ ist darum keine gute Grundlage.
- Nichts Persönliches einbauen. Der Name Ihres Enkels oder Ihr Geburtsjahr gehören nicht in den Satz.
- Üben Sie das Tippen ein paar Mal. Nach drei, vier Anmeldungen gehen die Finger den Weg fast von allein.
Ein Hinweis zur Beruhigung: Beim Eintippen kann nichts passieren. Wenn Sie sich vertippen, meldet die Seite nur, dass das Passwort nicht stimmt, und Sie probieren es einfach noch einmal.
Ein Satz pro Konto
Vielleicht denken Sie jetzt: Ein guter Satz, und den nehme ich überall. Genau davon handelt die nächste Lektion, denn dasselbe Passwort für alles ist die größte Falle überhaupt. Die gute Nachricht vorab: Sie müssen sich trotzdem nicht zwanzig Sätze merken.
Merksatz: Ein selbst erfundener, leicht alberner Satz ergibt ein Passwort, das stark ist und im Kopf bleibt.
Das Wichtigste in Kürze
- Aus einem selbst erfundenen Satz wird ein starkes, merkbares Passwort.
- Variante 1: Anfangsbuchstaben nehmen, Zahlen und Zeichen behalten.
- Variante 2: mehrere Wörter zu einem langen Fantasie-Satz aneinanderreihen.
- Keine bekannten Sprichwörter und nichts Persönliches verwenden.
- Je alberner das Bild im Kopf, desto leichter das Merken.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie funktioniert die Merksatz-Methode?
Sie denken sich einen persönlichen Satz aus und machen daraus das Passwort, zum Beispiel aus den Anfangsbuchstaben oder aus den ganzen Wörtern.
Frage 2 von 3: Welcher Satz eignet sich am besten als Grundlage?
Bekannte Sprichwörter stehen in den Wortlisten der Knack-Programme. Ein eigener, leicht schräger Satz ist einmalig und darum stark.
Frage 3 von 3: Was wird aus dem Merksatz „Mein Kater frisst um 7 gerne Nudeln!“ nach der Anfangsbuchstaben-Variante?
Man nimmt von jedem Wort den ersten Buchstaben und behält Zahl und Satzzeichen bei. So entsteht MKfu7gN! aus dem Satz.