Lektion 6 von 8 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 7 Minuten

Betrug bei Kleinanzeigen

Kleinanzeigen sind praktisch, aber prüfen Sie in Ruhe

Auf Kleinanzeigen-Portalen verkaufen Privatleute gebrauchte Dinge: Möbel, Fahrräder, Handys. Das ist eine feine Sache, und die allermeisten Menschen dort sind ehrlich. Ein paar Betrüger nutzen die Portale aber aus. Mit den Mustern aus dieser Lektion erkennen Sie sie schnell, egal ob Sie kaufen oder verkaufen.

Tricks gegen Käufer

Der häufigste Trick ist einfach: Es gibt die Ware gar nicht. Das Angebot ist verlockend günstig, der Verkäufer wohnt angeblich weit weg, ein Treffen sei leider nicht möglich. Er drängt auf Vorkasse, also Bezahlung vor dem Versand. Nach der Überweisung kommt nichts.

Warnzeichen für Käufer:

Die sicherste Regel: Holen Sie die Ware persönlich ab, schauen Sie sie an und zahlen Sie bar bei der Übergabe. Nehmen Sie zu Treffen gern eine zweite Person mit, und treffen Sie sich bei wertvollen Dingen an einem belebten Ort.

Tricks gegen Verkäufer

Überraschung: Auch wer nur etwas verkauft, kann betrogen werden. Der bekannteste Trick geht so: Ein angeblicher Käufer meldet sich schnell, fragt kaum etwas und will sofort zahlen. Dann schickt er einen Link, angeblich von einem Bezahl- oder Versanddienst. Über diesen Link sollen Sie Ihr Geld „empfangen“ und dafür Ihre Kartendaten eingeben. In Wahrheit ist die Seite gefälscht, und mit den Kartendaten räumen die Betrüger Ihr Konto ab.

Merken Sie sich: Um Geld zu empfangen, müssen Sie niemals Kartendaten irgendwo eingeben. Geld kommt auf Ihr Konto, ohne dass Sie etwas bestätigen müssen.

Weitere Warnzeichen für Verkäufer:

Versenden Sie Ware erst, wenn das Geld wirklich auf Ihrem Konto eingegangen ist. Eine Bestätigung per E-Mail oder ein Bildschirmfoto zählt nicht, nur der Blick auf Ihren echten Kontostand.

Die gute Nachricht

Wer diese wenigen Regeln kennt, ist bei Kleinanzeigen gut geschützt: persönlich übergeben, bar zahlen, keine Links von Fremden öffnen, keine Kartendaten eingeben, Geldeingang selbst prüfen. Alles andere dürfen Sie entspannt ablehnen. Ein ehrlicher Käufer oder Verkäufer hat mit diesen Regeln kein Problem.

Merksatz: Ware gegen Bargeld bei persönlicher Übergabe ist und bleibt der sicherste Weg.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist die sicherste Art, eine Kleinanzeigen-Sache zu kaufen?

Frage 2 von 3: Ein angeblicher Käufer schickt Ihnen einen Link, über den Sie Ihr Geld „empfangen“ und dafür Kartendaten eingeben sollen. Was ist das?

Frage 3 von 3: Ein Interessent will das Gespräch sofort von der Kleinanzeigen-Plattform weg auf einen anderen Kanal verlagern und drängt zur Eile. Was ist das?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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