Lektion 6 von 6 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 6 Minuten

Wer hilft: Verbraucherzentrale, BSI, Polizei, Bank

Sie müssen das nicht allein schaffen

In den letzten Lektionen haben Sie viele Schritte kennengelernt. Zum Abschluss geht es um die Menschen und Stellen, die Ihnen dabei helfen. Denn eines soll dieser Kurs Ihnen mitgeben: Hilfe zu holen ist kein Eingeständnis von Schwäche. Niemand käme auf die Idee, einen Wasserrohrbruch heimlich allein zu reparieren, um den Klempner nicht zu „belästigen“. Genauso wenig müssen Sie einen Betrugsfall allein bewältigen. Die folgenden Stellen gibt es genau dafür, und sie behandeln Sie freundlich und ohne Vorwürfe.

Die Bank: bei allem, was Geld betrifft

Ihre Bank oder Sparkasse ist zuständig, sobald Konto oder Karte betroffen sind: Überweisungen stoppen, Lastschriften zurückbuchen, Karten sperren, Onlinebanking absichern, Erstattung prüfen. Sie erreichen sie telefonisch, in der Filiale und über den Sperr-Notruf 116 116, der rund um die Uhr funktioniert. Tipp für ruhige Tage: Speichern Sie die Telefonnummer Ihrer Bank schon jetzt im Telefon, dann suchen Sie im Ernstfall nicht.

Die Polizei: bei Straftaten

Die Polizei ist zuständig, wenn eine Straftat vorliegt, also bei Betrug, gehackten Konten oder Erpressung. Sie nimmt Anzeigen auf, verfolgt Täter und lässt Betrüger-Konten sperren. Der Weg führt über jede Polizeidienststelle oder die Onlinewache Ihres Bundeslandes. Bei einem laufenden Notfall, etwa wenn Abholer für Geld oder Schmuck unterwegs sind, wählen Sie sofort die 110.

Die Verbraucherzentrale: bei Rechten und Verträgen

Die Verbraucherzentrale ist ein unabhängiger Verein mit Beratungsstellen in allen Bundesländern und der Internetseite verbraucherzentrale.de. Sie hilft bei Fragen wie: Ist dieser Vertrag gültig? Wie wehre ich mich gegen eine unberechtigte Rechnung oder Abofalle? Wie komme ich aus der Sache heraus? Es gibt persönliche und telefonische Beratung; manche Beratungen kosten eine kleine Gebühr, die Ihnen vorher genannt wird. Die Internetseite bietet zudem kostenlose Musterbriefe und aktuelle Warnungen vor Betrugsmaschen.

Das BSI: verständliche Sicherheitsinfos vom Staat

Das BSI ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die staatliche Fachbehörde für Computersicherheit. Auf bsi.bund.de finden Sie verständliche Anleitungen, Checklisten für den Ernstfall und aktuelle Warnungen, etwa vor neuen Betrugswellen. Das BSI betreibt auch ein Service-Center, das Bürgerfragen zur IT-Sicherheit telefonisch und per E-Mail beantwortet. Geld zurückholen oder Täter verfolgen kann das BSI nicht, dafür sind Bank und Polizei da.

Und die Menschen um Sie herum

Neben den offiziellen Stellen gibt es Ihre persönlichen Helfer: Familie, Freunde, Nachbarn. Erzählen Sie Vertrauenspersonen von dem Vorfall. Das entlastet, verhindert Folgefehler, und oft kennt jemand den nächsten Schritt. Und Sie werden erleben: Statt Spott kommt meist ein „Das ist meiner Tante auch passiert“. Wer offen darüber spricht, warnt nebenbei auch andere. So wird aus einem schlechten Erlebnis ein Schutz für viele.

Merksatz: Bank fürs Geld, Polizei für die Straftat, Verbraucherzentrale für Ihre Rechte, BSI für Sicherheitsfragen. Und für alles zusammen: Menschen, denen Sie vertrauen.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Sie sind unsicher, ob ein Vertrag aus einer Abofalle gültig ist und was Sie nun tun können. Wer berät Sie dazu am besten?

Frage 2 von 3: Wofür ist das BSI die richtige Anlaufstelle?

Frage 3 von 3: Eine Bekannte schämt sich nach einem Betrug und will „niemanden damit belästigen“. Was sagen Sie ihr am besten?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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