Lektion 3 von 5 im Modul „Lektionen“ — Lesezeit etwa 6 Minuten

Das Impressum als Werkzeug

Was ein Impressum ist

Ein Impressum ist eine Art Namensschild für Internetseiten. Es verrät, wer für eine Seite verantwortlich ist: ein Name, eine Anschrift, meist auch eine E-Mail-Adresse. In Deutschland sind geschäftliche und journalistische Seiten gesetzlich verpflichtet, ein Impressum zu haben. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ungefähr „Hineingedrucktes“ — früher stand es in jedem Buch und in jeder Zeitung, heute eben auch auf Internetseiten.

Für Sie ist das Impressum ein kostenloses Prüfwerkzeug. Sie sehen auf einen Blick: Steht hinter dieser Seite eine echte Redaktion mit Adresse in Deutschland? Eine Firma? Eine Privatperson? Oder niemand, den man greifen könnte?

Wo Sie das Impressum finden

Rollen Sie auf einer Internetseite ganz nach unten. Dort, in der sogenannten Fußzeile, finden Sie fast immer kleine Verweise wie „Impressum“, „Kontakt“ oder „Über uns“. Ein Klick darauf öffnet die Angaben. Auf dem Smartphone müssen Sie manchmal etwas länger nach unten wischen oder ein Menü mit drei Strichen öffnen — der genaue Weg unterscheidet sich je nach Seite, aber der Verweis „Impressum“ ist der übliche Name.

Nehmen Sie sich ruhig einmal fünf Minuten und schauen Sie sich das Impressum einer Seite an, die Sie regelmäßig lesen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie ein ordentliches Impressum aussieht: vollständiger Name, Postanschrift, bei Zeitungen zusätzlich ein Verantwortlicher für die Inhalte.

Was ein gutes und ein schlechtes Impressum unterscheidet

Ein vertrauenswürdiges Impressum ist vollständig und konkret: „Musterverlag GmbH, Beispielstraße 12, 50667 Köln“ mit erreichbarer E-Mail-Adresse. Solche Angaben bedeuten: Hier übernimmt jemand Verantwortung und ist im Zweifel rechtlich greifbar.

Warnzeichen sind dagegen: gar kein Impressum, nur ein Kontaktformular ohne Namen, eine Adresse in einem fernen Land ohne weitere Angaben, oder Angaben, die nicht zusammenpassen — etwa ein deutscher Shop mit einer Postfach-Adresse am anderen Ende der Welt. Auch holpriges Deutsch im Impressum ist auffällig. Bei unbekannten Verkaufsseiten ist der Impressums-Check besonders wichtig; Fake-Shops, also gefälschte Online-Läden, sparen sich diese Angaben oft oder erfinden sie.

Ein kleiner Trick für Fortgeschrittene im Alltag: Kopieren Sie die Firmenanschrift aus dem Impressum in eine Suchmaschine. Taucht dieselbe Adresse bei Betrugswarnungen auf, wissen Sie Bescheid. Die Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de) bietet dazu ebenfalls Hilfen an.

Merksatz: Seriöse Seiten sagen, wer sie sind. Wer kein ordentliches Impressum hat, will nicht gefunden werden — und bekommt weder Ihr Vertrauen noch Ihr Geld.

Was das Impressum nicht leisten kann

Ein Impressum beweist nicht, dass alle Inhalte einer Seite stimmen. Auch eine Seite mit korrektem Impressum kann einseitig berichten oder Fehler machen. Das Impressum beantwortet nur die Frage: Wer steht dahinter? Für die Frage, ob eine einzelne Meldung stimmt, nutzen Sie die anderen Werkzeuge aus diesem Kurs — Quelle, Autor, Datum und Faktenchecks, um die es in der nächsten Lektion geht.

Das Wichtigste in Kürze

Testen Sie Ihr Wissen

3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.

Frage 1 von 3: Was ist ein Impressum?

Frage 2 von 3: Sie finden auf einer deutschsprachigen Verkaufsseite gar kein Impressum. Was schließen Sie daraus?

Frage 3 von 3: Wo finden Sie das Impressum auf den meisten Seiten?

Die Lektion bekommt ihren grünen Haken, sobald Sie alle Fragen oben richtig beantwortet haben. Weiterblättern können Sie jederzeit.

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