Ein Bild sagt mehr — wenn es an der richtigen Stelle bleibt
Eine Einladung mit Foto, ein Vereinsbericht mit Bildern vom Sommerfest: Bilder gehören in die Textverarbeitung wie die Buchstaben. Der Weg ins Dokument ist überall ähnlich: Einfügemarke an die gewünschte Stelle setzen, dann im Menü „Einfügen“ den Punkt „Bild“ wählen und die Fotodatei auswählen. In den meisten Programmen funktioniert auch das vertraute Ziehen und Ablegen: die Bilddatei mit der Maus aus dem Ordner direkt ins Dokument ziehen.
Ist das Bild da, lässt es sich anklicken — dann erscheinen an Ecken und Kanten kleine Anfasser. Ziehen Sie an einem Eck-Anfasser, wird das Bild größer oder kleiner, ohne verzerrt zu werden. Die seitlichen Anfasser dagegen stauchen das Bild in eine Richtung — Gesichter werden breit oder lang. Deshalb: zum Verkleinern immer die Ecke nehmen.
Der Textumlauf: warum Bilder „springen“
Jetzt zum Phänomen, das am meisten Nerven kostet: Sie ändern einen Satz — und das Bild springt an eine andere Stelle. Das ist kein Fehler, sondern eine Einstellung namens Textumlauf. Sie regelt, wie Bild und Text sich zueinander verhalten:
- Mit dem Text in der Zeile: Das Bild verhält sich wie ein (sehr großes) Zeichen im Text. Kommt davor Text hinzu, rutscht es mit — wie jeder Buchstabe auch. Das ist meist die Voreinstellung.
- Vom Text umflossen: Das Bild steht an seinem Platz, und der Text fließt außen herum — wie ein Stein im Bach. So sehen Zeitungsseiten aus.
- Über oder unter dem Text: Das Bild schwebt frei, unabhängig vom Text — nützlich für Logos, sonst selten.
Die Einstellung finden Sie, wenn Sie das Bild anklicken — oft erscheint direkt ein kleines Symbol dafür, ansonsten führt ein Rechtsklick zu einem Menüpunkt wie „Textumbruch“ oder „Umlauf“. Für die meisten Dokumente sind zwei Wege entspannt: kleine Bilder in der Zeile lassen, größere auf „umflossen“ stellen und an den Rand rücken. Und wenn ein Bild völlig verrutscht: Strg und Z rettet auch hier.
Tabellen: Ordnung in Zeilen und Spalten
Eine Tabelle ordnet Angaben in Zeilen (waagerecht) und Spalten (senkrecht); jedes Kästchen heißt Zelle. Perfekt für alles, was übersichtlich nebeneinanderstehen soll: eine Telefonliste des Vereins, ein Wochenplan, die Aufstellung fürs Familienfest. Eingefügt wird sie über „Einfügen, Tabelle“, wobei Sie die Anzahl der Zeilen und Spalten wählen — verschätzt ist nicht schlimm, denn per Rechtsklick in die Tabelle lassen sich jederzeit Zeilen und Spalten ergänzen oder entfernen.
Zwei Handgriffe machen Tabellen angenehm: Mit der Tabulatortaste (die Taste mit den zwei Pfeilen, links neben dem Q) springen Sie zur nächsten Zelle, statt jedes Mal zu klicken. Und die erste Zeile darf gern fett formatiert sein — als Kopfzeile, die sagt, was in jeder Spalte steht. Wichtig zu wissen: Die Tabelle im Textprogramm ist zum Ordnen da. Wer rechnen will — Summen, Haushaltsbuch — greift zum Tabellenkalkulations-Programm (etwa Excel oder LibreOffice Calc); das ist ein eigenes Werkzeug für einen eigenen Zweck.
Merksatz: Weniger ist mehr: ein bis zwei Bilder pro Seite, Tabellen nur mit so vielen Spalten, wie wirklich nötig. Ein aufgeräumtes Dokument wirkt immer besser als ein vollgestelltes.
Das Wichtigste in Kürze
- Bilder kommen über „Einfügen, Bild“ oder per Ziehen und Ablegen ins Dokument.
- Größe immer am Eck-Anfasser ändern, sonst verzerrt das Bild.
- Springende Bilder sind kein Fehler, sondern Textumlauf: „in der Zeile“ wandert mit, „umflossen“ bleibt stehen.
- Tabellen ordnen Angaben in Zeilen und Spalten; mit der Tabulatortaste springen Sie von Zelle zu Zelle.
- Zum Rechnen ist die Tabellenkalkulation das richtige Werkzeug, nicht die Texttabelle.
Testen Sie Ihr Wissen
3 kurze Fragen zu dieser Lektion. Klicken Sie auf die Antwort, die Sie für richtig halten.
Frage 1 von 3: Wie kommt ein Foto von Ihrer Festplatte ins Dokument?
Der Weg heißt in jedem Programm ungefähr gleich: Einfügen, dann Bild, dann die Datei auswählen. Oft funktioniert auch Ziehen und Ablegen mit der Maus.
Frage 2 von 3: Ein eingefügtes Bild verschiebt sich seltsam, sobald Sie Text davor ändern. Woran liegt das meist?
Frisch eingefügte Bilder stehen meist „mit dem Text in einer Zeile“ und wandern deshalb mit. Über die Umlauf-Einstellung lässt sich das ändern, etwa auf „vom Text umflossen“.
Frage 3 von 3: Wofür ist eine Tabelle im Textprogramm das richtige Werkzeug?
Tabellen ordnen Angaben sauber in Zeilen und Spalten. Für echtes Rechnen ist dagegen ein Tabellenkalkulations-Programm die bessere Wahl.